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DAS BUCH

Dieses Buch ist eine innere Reise, auf die uns der friedvolle Krieger mitnimmt. Ein Pfad, der in eine versunkene, fast vollständig vergessene Welt führt. In der Tiefe unseres Herzens, in unseren geheimnisvollen Träumen hat sie jedoch nie aufgehört zu existieren. Inmitten des Lärms, der Hetze und des Drucks unseres Alltags lebt sie im Verborgenen weiter: die Kraft, die Weisheit und die Genialität des friedvollen Kriegers – in jedem Einzelnen von uns.

Dies ist ein Lehrbuch, das nicht belehrt. Es lässt das Bewusstsein in die höchsten Höhen des Wunderbaren aufsteigen und bleibt doch ganz und gar irdisch, praktisch und verständlich. Der Humor, die Spannung und die Inspiration dieser unglaublichen, dabei absolut glaubwürdigen Geschichte sorgen dafür, dass die Reise zu uns selbst zum kostbaren, unvergesslichen Erlebnis wird.

DER AUTOR

Dan Millman, in jungen Jahren einer der besten Kunstturner Amerikas, später Coach von Spitzensportlern, unterrichtet seit nunmehr fast zwanzig Jahren verschiedenste Formen des körperlich-geistigen Trainings. Seine Werke über die Lebenshaltung des »friedvollen Kriegers« sind zu wahren Kultbüchern geworden und haben eine Auflage von mehreren Millionen Exemplaren in neunundzwanzig Sprachen erreicht.

www.peacefulwarrior.com

DAN

MILLMAN

Der Pfad des

friedvollen Kriegers

Aus dem Amerikanischen übersetzt

von Thomas Lindquist

WILHELM HEYNE VERLAG

MÜNCHEN

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Die amerikanische Originalausgabe erschien

unter dem Titel Way of the Peaceful Warrior

im Verlag H. J. Kramer Inc., P.O. Box 1082, Tiburon, CA 94920, USA.

Taschenbucherstausgabe 1 1 / 2013

Copyright © 1980, 1984 by Dan Millman

Copyright © 2000 der deutschsprachigen Ausgabe

by Ansata Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Copyright © 2013 dieser Ausgabe

by Wilhelm Heyne Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH,
Neumarkter Str. 28, 81673 München

Covergestaltung: Guter Punkt, München

Covermotive: Landschaft: © Bas Meelker / shutterstock;

Figur: © Charmaine Paulson / shutterstock

Satz: Leingärtner, Nabburg

ePub-ISBN 978-3-641-07875-1
V003

www.heyne.de

Inhalt

Danksagung

Vorwort

Die Tankstelle am Rainbow’s End

ERSTES BUCH

Sturm der Veränderung

1 Ein Hauch von Magie

2 Das Netz der Illusionen

3 Der Sprung in die Freiheit

ZWEITES BUCH

Lehrjahre eines Kriegers

4 Das Schwert wird geschärft

5 Der Weg in die Berge

6 Freude jenseits des Denkens

DRITTES BUCH

Glücklich ohne Grund

7 Die letzte Suche

8 Die Pforte öffnet sich

Epilog: Lachen im Wind

Dem allerhöchsten Friedenskrieger,

dessen leuchtender Abglanz Socrates ist,

der keinen und doch viele Namen hat

und der unser aller Ursprung ist.

Danksagung

Dank und Anerkennung möchte ich allen aussprechen, die unmittelbar oder indirekt zur Entstehung dieses Buches mitgeholfen haben. Danken möchte ich vielen Lehrern, Schülern und Freunden, die mir Geschichten aus der großen spirituellen Tradition erzählt haben und mir Inspiration schenkten. Mein besonderer Dank gilt Hal und Naomi vom Verlag H. J. Kramer, die alles taten, um einen möglichst weiten Leserkreis zu erreichen.

Ganz herzlich danken möchte ich auch meiner Frau Joy, die mir so viel Kraft gab, und meinen Eltern, Herman und Vivian Millman, die mir mit ihrer Liebe und ihrem Vertrauen den Mut schenkten, voranzugehen auf dem Weg.

Krieger, Krieger heißen wir,

für leuchtende Tugend kämpfen wir,

für hohes Streben, für erhabene Weisheit –

darum nennt man uns Krieger.

Anguttara Nikaya

Vorwort

Sonderbare Begebenheiten haben sich in meinem Leben zugetragen, und alles fing an im Dezember 1966, in meinem ersten Studienjahr an der University of California, in Berkeley. Und zwar eines Morgens, kurz nach drei, als ich Socrates zum ersten Mal begegnete – an einer Tankstelle, die die ganze Nacht offen hatte. Seinen wirklichen Namen wollte er nicht verraten, aber nachdem wir in dieser Nacht eine Weile miteinander geredet hatten, taufte ich ihn auf den Namen des alten griechischen Weisen. Der Name gefiel ihm, und so blieb es dabei. Diese Zufallsbegegnung und die Abenteuer, die daraus folgten, haben mein Leben verändert.

Bis dahin, vor 1966, hatte das Leben mich immer nur angelächelt. Aufgewachsen war ich bei liebevollen Eltern, in einem geborgenen Zuhause. Später gewann ich in London die Weltmeis terschaft auf dem Trampolin, ich machte Reisen durch Europa und genoss manche Ehrungen. Das Leben schenkte mir reichen Lohn – aber keine Zufriedenheit, keinen inneren Frieden.

Heute weiß ich, dass ich all diese Jahre geschlafen hatte. Ich hatte nur geträumt, ich sei wach. Bis ich Socrates traf, meinen Freund und Lehrer. Vorher war ich immer der Meinung gewesen, ich hätte von Geburt ein Anrecht auf ein erfülltes Leben, reich an Freuden und an Erkenntnissen. Nie war es mir in den Sinn gekommen, dass ich erst lernen müsste, richtig zu leben; dass es bestimmte Fähigkeiten gab und eine gewisse Art, die Welt zu sehen, die ich erst kennenlernen musste, bevor ich erwachen konnte für ein einfaches, glückliches und unkompliziertes Leben.

Socrates lehrte mich, meine Irrwege zu erkennen, indem er mir seinen Weg zeigte – den Weg des Friedenskriegers.

Immer wieder konnte er mich auslachen, weil ich mir selbst so viele Sorgen und Probleme schuf – bis ich dann lernte, die Welt mit seinen Augen zu sehen, die voll Weisheit und Güte waren. Er ließ mir keine Ruhe, bis ich entdeckte, was es bedeutet, ein Leben als Krieger zu leben.

Oft saßen wir bis in die frühen Morgenstunden in seiner Tankstelle beisammen. Ich konnte ihm zuhören, mit ihm streiten und trotz allem mit ihm zusammen lachen. Dieses Buch beruht auf der Geschichte meines Abenteuers mit Socrates – aber es ist auch ein Roman. Der Mann, den ich hier Socrates nenne, hat wirklich gelebt. Aber seine Art, in meiner Welt in Erscheinung zu treten, war so vielfältig mit anderem verwoben, dass ich nicht immer sagen könnte, wo die Grenze liegt zwischen ihm und anderen Lehren und Erfahrungen.

Die Dialoge habe ich frei nacherzählt, manchmal habe ich die zeitliche Reihenfolge verändert. Und ich habe Gleichnisse und Geschichten eingestreut, um seine Lehren zu verdeutlichen, die ich – dies war Socrates’ Wille – weitergeben sollte.

Unser Leben ist keine Privatsache. Eine Geschichte, die du erlebt hast, kann auch für andere hilfreich sein, aber nur, wenn du sie weitererzählst. Und so möchte ich meinen Lehrer ehren, indem ich dich teilhaben lasse an seinem tiefen Wissen und seinem Humor.