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Lebensraum Verlag

© 2015 by

Kontakt zum Autor:

Lektorat: Cäcilia Peyer

ISBN-10: 3903034010

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Buches darf in irgendeiner Form (Druck, Kopie; Internet oder anderes) ohne schriftliche Freigabe des Verlages reproduziert oder verbreitet oder vervielfältigt werden.

Vorbehaltserklärung: Der Zweck dieses Buches ist Informationen über das Hell-Sehen zu vermitteln und darüber zu berichten. Im Falle eines Verlustes oder Schadens der direkt oder indirekt mit den in diesem Buch enthaltenen Informationen gegenüber gebracht werden könnte, sind weder der Autor noch der Verleger oder Verlag verantwortlich oder schadenersatzpflichtig. Ebenso wird eine Haftung für Personen, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

Fotos: Martin Zoller, stockxchng, 123RF, istockphoto

Gestaltung: Luna Design KG

Inhaltsverzeichnis

1 HELL - SEHEN

2 DAS DRITTE AUGE

3 DIE SECHS SINNE

4 SPIRITUELLE ANATOMIE

5 SPIRITUELLE HYGIENE

6 DAS GLÜCK IN UNS

7 PROPHEZEIUNGEN

8 REMOTE VIEWING – EINLEITUNG

9 REMOTE VIEWING – EXPERIMENTE

10 DER BLICK IN DIE FERNE

11 DIREKTER DRAHT ZUR GEISTIGEN WELT

12 ERFOLG

13 DANK

„Nicht das horizontale Gewerbe ist das älteste der Welt, sondern das intuitiv-mediale!“

Martin Zoller

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Kapitel 1

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HELL - SEHEN

Das Auge gibt

dem Körper Licht.

Wenn dein Auge

gesund ist, dann wird dein

ganzer Körper hell sein.

Evangelium

nach Matthäus, Kapitel 6,22

Hellsehen ist nicht neu. Seit Menschengedenken wird die Kraft der Intuition eingesetzt, um das Leben und seine Mysterien besser zu verstehen. Die ersten Mediziner waren Schamanen, Heiler und Medizinmänner, die ersten Wissenschaftler Alchemisten, die ersten Denker und Philosophen Mystiker, die sich dem Unbekannten des Universums verschrieben. Hand in Hand liefen sie früher durch das Leben, die Denker, Heiler, Alchemisten und Visionäre. Erst durch das scharfe Schwert der Inquisition wurde die Seele der Intuition unter Folter, Gewalt und unglaublicher Brutalität aus dem Körper der Gesellschaft geschnitten.

Seither hat es die Medialität oder das Hellsehen in Europa sehr schwer. Mit seiner sogenannten „Aufgeklärtheit“ kolonialisierten Europa und später das angelsächsische England und die USA viele Teile der Erde und versuchten unbarmherzig, den Menschen in den eroberten Kolonien ihre Mentalität aufzuzwingen.

Dabei finden wir in der Bibel Zitate, die auf das Wissen über Intuition, feinstoffliche Welten und sogar das dritte Auge hinweisen: Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein.

Interessanterweise wird in diesem Zitat nicht von zwei Augen, sondern nur von einem Auge gesprochen: Das Auge gibt dem Körper Licht. Jeder Meditierende kennt das Phänomen: Schließt man beim Meditieren die Augen, kann man sich von Licht umgeben sehen.

Weiter heißt es: Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein. Ein gesundes drittes Auge ist ein aktives - sprich offenes - drittes Auge. Ist das Auge gesund, dann wird der Körper, den man wahrnimmt, in sich Licht sein! Ohne Zweifel können Zitate in der Bibel auf verschiedenste Arten interpretiert werden, aber ich denke, dass diese Interpretationen logisch nachvollziehbar sind!

Das Alte Testament ist gespickt mit Prophezeiungen und Traumdeutungen. Im Neuen Testament sind Heilungen und Wunder beschrieben. Wenn man sich zum Christentum bekennt, so grenzt es also an Frevel, die Macht der Intuition, Heilung und Hellsehen als Fantasie abzutun. Ins Höllenfeuer käme somit der Zweifler an der Macht des Göttlichen.

Wer sich nicht mit dem Christentum identifizieren kann, glaubt vielleicht an polytheistische Philosophien oder Religionen und zweifelt erst gar nicht an der Existenz medialer Kraft. Am kümmerlichsten dürften jene existieren, die von sich behaupten, an gar nichts zu glauben. Wunder, die Kraft des Universums, Visionen, Träume und das Mysterium des Lebens sind diesen Menschen fremd. Sie glauben weder an Gott noch an etwas Göttliches.

Noch finden wir in unserer modernen Gesellschaft granitharte Zweifler an der medialen Kunst, des Hellsehens. Zum Glück werden diese immer weniger und sind - wie die Dinosaurier - langsam am Aussterben. Heute finden wir in konservativen Zeitungen und Zeitschriften (wie NZZ, FAZ, Spiegel, Focus oder Stern) Artikel über die Macht der Intuition! Solche Artikel geben Grund zur Hoffnung!

Der Mensch in westlichen Sphären beginnt sich kollektiv wieder des Ursprungs seiner Seele zu erinnern. Nur so wird es möglich, dass wir dem Debakel, in das wir uns hineinmanövriert haben, vielleicht doch noch entgehen. Wie wollen wir wissen, wer wir sind, was wir alles können und wohin wir gehen, wenn wir den wichtigsten Teil unseres Wesens nicht zulassen?

Zum Vergleich:

Die Kraft des Universums = der elektrische Strom beim Computer Die Kraft der Intuition = das Internet, die Quelle, von der man die Information erhält. Ohne Internetanschluss ist ein Computer zwar verwendbar, es fehlt aber die Quelle, die ermöglicht, mehr Wissen zu erlangen. Ein Mensch ohne Intuition „funktioniert“ auch, aber er lebt ohne das Grundwissen seiner Seele!

Intuition ist die Voraussetzung für Medialität und Hell-Sehen und kann durch gezieltes Training gestärkt werden.

JEDER Mensch ist intuitiv, genauso wie jeder kreativ ist und ein akademisches Verständnis hat, aber nicht jeder ist begabt genug, um Künstler, Sprachwissenschaftler, Mathematiker oder Computerprogrammierer zu werden. So verhält es sich auch mit der Kraft der Intuition. Nicht in jedem Menschen ist die Intuition so stark ausgeprägt, dass sie bis zur Medialität entwickelt werden kann.

Zum Vergleich: Ein Musikinstrument kann jeder lernen. Viele schaffen es auch noch, zu besonderen Anlässen eine Beethoven-Sonate zu spielen. Es ist hingegen nur wenigen vergönnt, als Vollblutmusiker in einem Orchester mitzuwirken, durch die Welt zu reisen und Konzerte zu geben. Dazu bedarf es eines Talents, das erst entdeckt und dann gefördert werden muss. Jeder, der ein Instrument lernen musste oder durfte, weiß, was ich meine: Stundenlanges Üben ist angesagt! Während andere sich auf Partys vergnügen, bleibt der Musiker zu Hause und übt. Er findet Erfüllung darin, seine Kunst mit den Mitmenschen zu teilen und ekstatische Momente auf der Bühne zu erleben.

Wir Hellseher, Heiler, Schamanen, Alchemisten, Magier und Visionäre sind die Berufsmusiker und Dirigenten unserer Berufsgattung. Wir erkannten von selbst oder durch „Zwang“ unsere Berufung und folgten ihr.

Zwänge können zum Beispiel Unfälle, eine Trennung, ein Todesfall oder der Verlust des Arbeitsplatzes sein. Plötzlich erkennt der/die Betroffene, dass die alte Realität keinen Sinn mehr macht. Eine Veränderung steht an, etwas Neues möchte gefunden werden. Plötzlich macht sich eine innere Stimme bemerkbar, die oftmals während einer Meditation deutlich vernommen wird. Es passiert auch, dass jemand nach einer lebensbedrohlichen Situation, einem Unfall oder einer Operation aufwacht und plötzlich Dinge erkennt, die früher für ihn noch nicht sichtbar waren: Das Dritte Auge hat sich geöffnet!

Dies ist Ex-US-Marine Joseph Mc Monegal geschehen:

Joseph war im Vietnamkrieg in einer Geheimdienstabteilung und wurde bei einem Einsatz schwer verletzt. Während er sich wieder erholte, bemerkte er, dass er hellseherische Fähigkeiten entwickelt hatte. Glücklicherweise suchte genau zu dieser Zeit das Stanford Research Institute (seine Finanzierung erfolgt durch Aufträge von Regierungen, Unternehmen und anderen Organisationen. http://de.wikipedia.org) medial veranlagte Personen, um zu erforschen, wie Hellsehen für Spionage und Gegenspionage eingesetzt werden könnte. Mc Monegal wurde durch seinen Unfall zu einem der ersten medialen Geheimagenten, der für die CIA und andere US-Geheimdienstorganisationen hellseherische Spionage betrieb. Die so entwickelte Technik wurde unter dem Begriff Remote Viewing (RV) weltbekannt und wird auch heute noch erfolgreich eingesetzt!

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Es geht aber auch anders: Ich wurde - wie man so schön sagen könnte - von Kindheit an in diesen Beruf oder diese Berufung „gehoben“. In meinen Büchern Hellsichtig und Die Kraft der Seelensprache (beide Bücher wurden im Giger Verlag veröffentlicht) erkläre ich ausführlich, wie ich Medialität in mir gespürt und zum Ausdruck gebracht habe.

Oft sind Geistführer und Schutzengel die Überbringer medialer Nachrichten. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen Lichtwesen sehen oder spüren und einen Kontakt verhindern, weil sie Angst bekommen. Wochenlang, manchmal sogar monatelang, versuchen diese Wesen mit viel Geduld, den Zeitpunkt abzuwarten, bis der Empfänger seine Angst abgelegt hat. Immer wieder werde ich gefragt, wie man mit solchen Situationen am besten umgehen kann:

Im Moment, in dem Sie die Präsenz einer Wesenheit spüren, setzen Sie sich hin und schließen die Augen. Sie sollten sich unbedingt an einem Ort befinden, an dem Sie nicht gestört werden.

Bekräftigen Sie sich nun innerlich: „Ich muss keine Angst haben. Es kann mir nichts Böses anhaben.“ Sobald innere Ruhe eingekehrt ist, versuchen Sie zu fühlen, um welche Wesenheit es sich handeln könnte und fragen Sie mental: „Wer bist du und was willst du von mir?“

Manchmal erhält man direkt bei der ersten Anfrage eine Antwort. Ist dies nicht der Fall, öffnen Sie die Augen und machen mit dem Alltag weiter. Geben Sie auf keinen Fall auf! Wiederholen Sie die Übung, sooft Sie die Präsenz des Wesens spüren, bis es ihnen gelingt, den Kontakt herzustellen.

Nach über 20-jähriger Erfahrung kann ich guten Gewissens sagen, dass JEDER Intuition hat. Menschen, die Präsenzen spüren oder gar visionäre Träume haben, können getrost davon ausgehen, eine überdurchschnittliche Intuition zu haben. Wer Bücher wie dieses liest, ein natürliches Interesse an Parapsychologie und Spiritualität hat oder immer wieder den Drang verspürt, mehr über Intuition zu erfahren, hat erfahrungsgemäß ebenfalls eine überdurchschnittliche Intuition.

Wir besitzen neben unserer rationalen Intelligenz auch eine „spirituelle Intelligenz“. Diese kennt unsere Talente, Begabungen, Ängste und Blockaden. Wenn unsere spirituelle Intelligenz, auch „Intelligenz des Höheren Selbst“ genannt, mit unserer rationalen Intelligenz kommuniziert und dieser mitteilt, dass es wichtig wäre, mehr über Medialität und Hellsehen zu erfahren, so hat dies seinen Grund!

Normalerweise möchte in solchen Fällen unser Höheres Selbst, dass wir mehr über die Kräfte unserer Seele lernen. Natürlich bedeutet das nicht, dass man sein Leben total umkrempeln muss. Manchmal geht es nur darum, kleinere Anpassungen zu machen, ein Talent zu finden oder sich Wissen anzueignen, zum Beispiel über eine Krankheit, weil jemand in der Familie davon betroffen ist.

Wir kommen aus geistigen Sphären, inkarnieren in einem Rudel („Familie“ genannt) und die meisten von uns vergessen, woher sie gekommen sind. Bleibt die Verbundenheit erhalten, können wir mit Hilfe des Höheren Selbst aus der Unendlichkeit des Universums schöpfen. Manch einer wird begnadeter Musiker, als genialer Programmierer zum Milliardär, arbeitet medial für Geheimdienste oder private Unternehmen, wird Lebenscoach, Schauspieler oder Hellseher!

Egal, was man im Leben macht, ich behaupte: Wer sein Höheres Selbst hört und zum Ausdruck bringt, wird erfolgreich! Natürlich lässt sich Erfolg verschieden definieren: Erfolg kann Zufriedenheit, finanzieller Reichtum, Berühmtheit oder die Erfüllung eines Bedürfnisses sein.

Speziell in sogenannten spirituellen Kreisen wird Geld und Ruhm von manchen als verwerflich abgetan. In den meisten Fällen sind solche Wertungen nicht ehrlich, sondern ein Zeichen von Neid und zeigen Resignation gegenüber materiellem Erfolg. Osho drückte dies folgendermaßen aus:

Spiritualität ist gegen jede Form von Armut!

Bereits die Ablehnung von Reichtum oder Erfolg ist ein Zeichen von Armut! Spiritualität kommt aus dem Universum und das existentielle Gesetz des Universums ist Entwicklung und Vermehrung. In unserer Gesellschaft sind Zeit und Geld Hilfsmittel, die es uns ermöglichen, uns spirituell rascher zu entwickeln. Das Lesen von Büchern, der Besuch von Seminaren und Reisen etc. sind ein Zeichen von Luxus. Erst wenn wir mehr haben als für die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse notwendig ist, können wir diesen „Luxus“ genießen. Andernfalls muss man bescheiden, im Sinne von“ begrenzt“, dahinleben. Spiritualität, wie wir sie im Westen kennen, ist ein Luxusgut!

Es ist ein Widerspruch, Reichtum als „nicht spirituell“ abzuwerten und gleichzeitig einer „Luxusaktivität“ nachzugehen. Das ist vergleichbar mit einem Golfer, der sich empört, dass die Ausrüstung so viel Geld kostet.

HELL-SEHEN heißt ganzheitlich sehen, ganzheitlich leben und sich ganzheitlich ausdrücken. Es bedeutet, sich der Ästhetik des Lebens anzupassen.

HELL-SEHEN bedeutet, die Gesetzmäßigkeiten des Universums zu sehen und nicht nur jene der menschlichen Gesellschaft. Den Gesetzmäßigkeiten des Universums zu folgen, bedeutet nicht, dass anarchistisch gelebt und nur das eigene Ego genährt wird.

Nichts im Universum ist Zufall! Das erkennen wir in der Natur: Alles unterliegt einem Zyklus, der exakt geplant scheint. Nichts existiert zufälligerweise, sondern dient irgendeinem höheren Sinn:

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Die Biene sammelt Pollenkörner, um Nahrung für den Bienenstaat zu beschaffen. Gleichzeitig bringt sie die Pollen zu anderen Blüten und bestäubt sie. Wir sehen an diesem Beispiel wunderbar, wie selbst hinter solchen Details eine höhere Planung steckt.

Sind wir nicht auch Bienen, die über den Planeten schwirren, „Blüten“ besuchen und an einer „kosmischen Befruchtung“ teilnehmen?

Ein Wort, ein Satz, ein Bild, ein Vortrag, eine Beratung oder ein Musikstück kann ein Pollen sein, den wir dem Empfänger weitergeben.

Manche Menschen leben diese Übertragungen bewusst. Sie kennen den Ursprung, das mögliche Resultat und die Gesetzmäßigkeiten des Universums. Sie blicken hinter die Beschränkungen menschlicher Gesetze und Ordnungen und sehen Licht dort, wo für andere noch Dunkelheit herrscht.

HELL-SEHEN bedeutet klar und weitblickend zu erkennen, warum bestimmte Handlungen ausgeführt werden.

Zweifler und Kritiker der geistigen Welt, ihrer Gesetzmäßigkeiten und Zivilisationen sind vergleichbar mit denen, die nicht glauben wollten, dass die Erde eine Kugel ist. Für den Unwissenden war es eine Lüge oder Aberglaube, solange es nicht persönlich erfahren wurde. Reicht Unwissenheit aus, um die Erde zu einer Scheibe zu machen? Nein, natürlich nicht! Die Erde wird auch dann nicht zur Scheibe, wenn Religionsführer, Nobelpreisträger und sämtliche Präsidenten und Diktatoren dieser Welt uns das glauben machen möchten.

1992 war ich für mehrere Monate im Amazonas und verbrachte viel Zeit mit Eingeborenen. Rückblickend erlebte ich damals viele der eindrücklichsten Momente meines Lebens. Nur zu gut erinnere ich mich an den Tag, als plötzlich ein kleiner Junge aus dem Dorf zu mir ins Zimmer stürzte: „Martin, vem, um barco com muitas pessoas brancas chegou!“ („Martin komm, ein Boot mit vielen weißen Menschen ist angekommen!“)

Ich rannte mit dem Jungen zum kleinen Hafen und tatsächlich: Eine Gruppe weißer Männer und Frauen stieg aus einem kleinen Boot. Ich näherte mich ihnen, um herauszufinden, in welcher Sprache sie sich unterhielten. Es war Deutsch! Sie sprachen Deutsch! Da ich schon längere Zeit kein Deutsch mehr gesprochen hatte, war dies für mich fast wie Weihnachten. Freudig sprach ich einen der Herren an. Es stellte sich heraus, dass es Touristen aus Deutschland waren. Sie reisten auf einem größeren Boot, das wir vom Hafen aus nicht sehen konnten, auf dem Amazonas und wollten erfahren, wie die Einheimischen lebten.

Natürlich hatten sie nicht damit gerechnet, hier einem Weißen (geschweige denn einem Schweizer) zu begegnen. Einer der Herren meinte sogar, ich käme ihm ein wenig wie Albert Schweitzer vor.

In einer anderen Dorfgemeinschaft, passierte mir etwas, das ich Ihnen ebenfalls beschreiben will. Es zeigt uns, dass Wissen nicht automatisch bedeutet, zu verstehen, worum es wirklich geht:

Eines Abends saß ich an einem der Flüsse im Amazonas mit Bauern zusammen und plauderte mit ihnen. Natürlich fragten sie mich, woher ich käme. Ich antwortete: „Suíça“ (Schweiz).

In den Gesichtern zeigte sich größtes Erstaunen und sie wollten wissen, ob die Schweiz eine Gemeinschaft oder Kommune entlang einem der anderen Flüsse wäre. Jetzt war ich verblüfft und erstaunt und musste überlegen. Die Schweiz, so fuhr ich fort, sei keine Gemeinschaft an einem der Flüsse im Amazonas, sondern ein Land auf einem anderen Kontinent, in Europa, auf der anderen Seite des Meeres.

Nun sahen sie mich an, als ob ein Raumfahrtingenieur einer Gruppe von Grundschülern die Antriebsvorgänge einer Rakete beschrieben hätte.

In diesem Moment wurde mir bewusst, wie unterschiedlich die Erfahrungen unserer kleinen Gruppe in diesem engen Raum waren. Mit Hilfe eines Hölzchens und viel Geduld zeichnete ich am Boden Südamerika, das Meer und Europa auf, und natürlich – die Schweiz! Nach kurzem Nicken, welches ich als „Jawohl, wir haben verstanden.“ deutete, wollte ich begeistert fortfahren.

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Mit Orangen, Papayas und Zitronen versuchte ich, das Planetensystem und den Platz unserer Erde zu erklären. Nach wenigen Minuten gab ich das Vorhaben auf. Ich erkannte, dass dies ihre Aufnahmefähigkeit und ihr Verständnis völlig überforderte und zudem auch gar nicht wichtig für sie war. Immer, wenn ich mit Personen spreche, die überhaupt nicht an HELL-SEHEN und andere parapsychologische Phänomene glauben, erinnere ich mich an diesen Abend.

Wenn jemand noch keine Erfahrungen mit einem Phänomen gemacht hat, bzw. keine Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit diesem Thema hatte, bedeutet das nicht, dass es nicht vorhanden ist.

Die häufigste Aussage von Kritikern ist: „Ich glaube nicht daran!“. „Wunderbar!“, entgegne ich in diesen Momenten, „Ich glaube auch nicht daran. Ich WEISS, dass diese Welten existieren.“

Die meisten Personen, die HELL-SEHEN oder Medialität verurteilen, haben keine Erfahrung, kein Wissen und sind selber nicht hellsichtig. Die Kraft der Medialität zu verurteilen, ohne medial - sprich hellsichtig- zu sein, ist genauso, als würde ich nichts von Musik verstehen und einem Musiker vorwerfen, seine Musik sei Unsinn, falsch gespielt, vielleicht sogar schädlich oder unseriös.

Kritiker ohne eigene Erfahrungen können gar nicht zum Thema diskutieren! Ich lasse mich nie auf solche Diskussionen ein.

Kapitel 2

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DAS DRITTE AUGE

Das Dritte Auge oder sechste Chakra befindet sich auf der Stirn. Im Hinduismus oder Buddhismus zeichnen sich die Menschen bei religiösen Festen das Dritte Auge mit Farbe oder Asche auf die Stirn. Auf Skulpturen und Bildern von Göttern oder Halbgöttern entdecken wir es ebenfalls sehr oft. Auf ägyptischen Totenmasken können wir eine Schlange und beim Sonnengott RA, eine Sonne auf der Stirn finden. Die Sonne steht symbolisch für die Kraft des Lichtes: Licht in die Dunkelheit bringen, also ins Dunkle sehen können.

Interessanterweise gibt es im Mittelhirn ein Organ, das dem Dritten Auge zugeschrieben wird: die Zirbeldrüse.

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Die Zirbeldrüse oder selten die Zirbel (deutsche Bezeichnung, wohl nach der Zirbelkiefer und der Form ihrer Zapfen; synonyme Fachausdrücke siehe weiter unten) ist ein kleines Organ im Epithalamus (einem Teil des Zwischenhirns). In der Zirbeldrüse wird von den Pinealozyten das Hormon Melatonin produziert. Die Hormonproduktion findet überwiegend nachts statt. Über das Melatonin werden der Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zeitabhängige Rhythmen des Körpers gesteuert. Eine Fehlfunktion kann – außer einem gestörten Tagesrhythmus – sexuelle Frühreife oder Verzögerung bzw. Hemmung der Geschlechtsentwicklung bewirken…

Die Farbe der Zirbeldrüse ist grau-rötlich. Die durchschnittliche Länge beträgt beim Menschen 5–8 mm bei einer Breite von etwa 3–5 mm und das Gewicht liegt bei etwa 80-500 mg, im Mittel etwa 100 mg…

Hinduistische Mystiker sehen in der Zirbeldrüse das 6. Chakra (Ajna-Chakra), das mit Wahrnehmung, Intuition und Erkenntnis in Verbindung gebracht wird.