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Dr. Etzold

Diplom-Ingenieur für Fahrzeugtechnik

Sowird’s
gemacht

pflegen – warten – reparieren

Band 109

VW Passat
Limousine/Variant

Benziner

1,6 l/74 kW

(100 PS)

10/96

7/00

1,6 l/75 kW

(102 PS)

8/00

2/05

1,8 l/92 kW

(125 PS)

10/96

9/00

1,8 l/110 kW

(150 PS)

10/96

2/05

2,0 l/85 kW

(115 PS)

10/00

2/05

2,0 l/96 kW

(130 PS)

10/01

2/05

2,3 l/110 kW

(150 PS)

10/96

12/00

2,3 l/125 kW

(170 PS)

1/01

2/05

2,8 l/142 kW

(193 PS)

10/96

2/05

Diesel

1,9 l/66 kW

(90 PS)

10/96

9/00

1,9 l/74 kW

(100 PS)

10/00

2/05

1,9 l/81 kW

(110 PS)

10/96

9/00

1,9 l/85 kW

(115 PS)

11/98

9/00

1,9 l/96 kW

(130 PS)

10/00

2/05

2,0 l/100 kW

(136 PS)

11/03

2/05

2,5 l/110 kW

(150 PS)

10/98

5/03

2,5 l/120 kW

(163 PS)

6/03

2/05

2,5 l/132 kW

(180 PS)

6/03

2/05

Delius Klasing Verlag

Redaktion: Günter Skrobanek (Text), Christine Etzold (Bild)

Lieber Leser

obwohl die Automobile von Modellgeneration zu Modellgeneration technisch wesentlich aufwendiger und komplizierter werden, greifen von Jahr zu Jahr immer mehr Heimwerker zum »So wird's gemacht«-Handbuch. Die Erklärung dafür ist einfach: Weil die Technik des Automobils komplizierter geworden ist, kommt man selbst als Fachmann bei Wartungsund Reparaturarbeiten am Fahrzeug ohne eine spezielle Anleitung nicht mehr aus.

Auch der fachkundige Hobbymonteur, der sein Fahrzeug selbst wartet und repariert, sollte bedenken, daß der Fachmann viel Erfahrung hat und durch die Weiterschulung und seinen Erfahrungsaustausch über den neuesten Technikstand verfügt. Mithin kann es für die Überwachung und Erhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit des eigenen Fahrzeugs sinnvoll sein, in regelmäßigen Abständen eine Fachwerkstatt aufzusuchen.

Grundsätzlich muß sich der Heimwerker natürlich darüber im klaren sein, daß man mit Hilfe eines Handbuches nicht automatisch zum Kfz-Mechaniker wird. Auch deshalb sollte man nur solche Arbeiten durchführen, die man sich selbst zutraut. Das gilt insbesondere für jene Arbeiten, die die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigen können. Gerade in diesem Punkt sorgt das »So wird's gemacht«-Handbuch jedoch für praktizierte Verkehrssicherheit. Durch die Beschreibung der Arbeitsschritte und den Hinweis, die Sicherheitsaspekte nicht außer acht zu lassen, wird der Heimwerker vor der Arbeit entsprechend sensibilisiert und informiert. Auch wird darauf hingewiesen, im Zweifelsfall die Arbeit lieber einem Fachmann zu überlassen.

Sicherheitshinweis

Auf verschiedenen Seiten dieses Buches stehen »Sicherheitshinweise«. Bevor Sie mit der Arbeit anfangen, lesen Sie bitte diese Sicherheitshinweise aufmerksam durch und halten Sie sich strikt an die dort beschriebenen Anweisungen.

Vor jedem Arbeitsgang empfiehlt sich ein Blick in das vorliegende Buch. Dadurch werden Umfang und Schwierigkeitsgrad der Reparatur offenbar. Außerdem wird deutlich, welche Ersatz- oder Verschleißteile eingekauft werden müssen und ob unter Umständen die Arbeit nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug durchgeführt werden kann.

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Für die meisten Schraubverbindungen ist das Anzugsmoment angegeben. Bei Schraubverbindungen, die in jedem Fall mit einem Drehmomentschlüssel angezogen werden müssen (Zylinderkopf, Achsverbindungen usw.), ist der Wert fett gedruckt. Nach Möglichkeit sollte man generell jede Schraubverbindung mit einem Drehmomentschlüssel anziehen. Übrigens: Für viele Schraubverbindungen sind Innenoder Außen-Torxschlüssel erforderlich.

Als ich Anfang der siebziger Jahre den ersten Band der »So wird’s gemacht-Buchreihe« auf den Markt brachte, wurden im Automobilbau nur ganz wenige elektronische Bauteile eingesetzt. Inzwischen ist das elektronische Management allgegenwärtig; ob bei der Steuerung der Zündung, des Fahrwerks oder der Gemischaufbereitung. Die Elektronik sorgt auch dafür, daß es in verschiedenen Bereichen keine Verschleißteile mehr gibt, wie zum Beispiel der früher für den Zündfunken unentbehrliche Unterbrecherkontakt im Zündverteiler. Das Überprüfen elektronischer Bauteile ist wiederum nur noch mit teuren und speziell auf das Fahrzeugmodell abgestimmten Prüfgeräten möglich, die dem Heimwerker in der Regel nicht zur Verfügung stehen. Wenn also verschiedene Reparaturschritte nicht mehr beschrieben werden, so liegt das ganz einfach am vermehrten Einsatz von elektronischen Bauteilen.

Das vorliegende Buch kann natürlich auch nicht auf jede aktuelle, technische Frage eingehen. Dennoch hoffe ich, daß die getroffene Auswahl an Reparatur-, Wartungs- und Pflegehinweisen in den meisten Fällen die auftretenden Probleme zufriedenstellend löst. Eines sollten Sie bei Ihren Arbeiten am eigenen Auto allerdings beachten: Ein Buch ist keine Tageszeitung. Ständig werden am aktuellen Modell technische Änderungen durchgeführt, so daß es vorkommen kann, daß sich die im Buch veröffentlichten Arbeitsanweisungen und Einstelldaten für Ihr spezielles Modell geändert haben. Sollten Zweifel auftreten, erfragen Sie bitte den aktuellen Stand beim Kundendienst des Automobilherstellers.

Rüdiger Etzold

Inhaltsverzeichnis

VW PASSAT

Fahrzeug- und Motoridentifizierung

Motorenübersicht und Motordaten

Wartung

Ölwechsel-Service

Wartung

Wartungsarbeiten

Motor und Abgasanlage

Motorölwechsel

Sichtprüfung auf Ölverlust

Motorölstand prüfen

Sichtprüfung der Abgasanlage

Kühlmittelstand prüfen

Kühlsystem-Sichtprüfung auf Dichtheit

Frostschutz prüfen

Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern/ersetzen

Luftfiltereinsatz wechseln

Keilriemen/Zahnriemen ersetzen

Keilrippenriemen: Zustand prüfen

Zahnriemenverschleiß messen

Zahnriemen prüfen

Zündkerzen aus- und einbauen/prüfen

Zündkerzenwerte für die PASSAT-Motoren

Getriebe/Achsantrieb

Gummimanschetten der Gelenkwellen prüfen

Getriebe-Sichtprüfung auf Dichtheit

Schaltgetriebe: Getriebeölstand prüfen/auffüllen

Automatik-Getriebe: Ölstand im Achsantrieb prüfen

Automatik-Getriebe: Ölstand prüfen/Öl wechseln

Vorderachse/Lenkung

Spurstangenköpfe und Achsgelenke prüfen

Ölstand für Servolenkung prüfen

Bremsen/Reifen/Räder

Bremsflüssigkeitsstand prüfen

Bremsbelagdicke prüfen

Sichtprüfung der Bremsleitungen

Bremsflüssigkeit wechseln

Reifenprofil prüfen

Reifenfülldruck prüfen

Reifenventil prüfen

Karosserie/Innenausstattung

Sicherheitsgurte sichtprüfen

Airbageinheiten sichtprüfen

Türfeststeller schmieren

Staub-/Pollenfilter erneuern

Schiebedach: Funktion prüfen, Führungsschienen reinigen und schmieren

Elektrische Anlage

Batterie prüfen

Scheibenwischerarme einstellen

Service-Intervallanzeige zurücksetzen

Werkzeugausrüstung

Motorstarthilfe

Elektrische Anlage

Meßgeräte

Meßtechnik

Elektrisches Zubehör nachträglich einbauen

Fehlersuche in der elektrischen Anlage

Schalter auf Durchgang prüfen

Relais prüfen

Blinkanlage prüfen

Komfort-Elektrik

Batterien für Hauptschlüssel der Funkfernbedienung aus- und einbauen

Batterie/Glühlampe für Schlüssel mit Leuchte aus- und einbauen

Scheibenwischermotor prüfen

Heizbare Heckscheibe prüfen

Bremslicht prüfen

Hupe aus- und einbauen/prüfen

Wegfahrsicherung

Sicherungen auswechseln

Sicherungsbelegung

Batterie aus- und einbauen

Batterie laden

Batterie prüfen

Batterie lagern

Batterie entlädt sich selbständig

Störungsdiagnose Batterie

Der Generator

Generatorspannung prüfen

Schleifkohlen für Generator/Spannungsregler ersetzen/prüfen

Telematik: Notstrombatterien ersetzen

Generator aus- und einbauen

Störungsdiagnose Generator

Anlasser aus- und einbauen

Magnetschalter prüfen/aus- und einbauen

Störungsdiagnose Anlasser

Scheibenwischanlage

Scheibenwischergummi ersetzen

Frontscheiben-Waschdüsen aus- und einbauen

Scheibenwaschdüsen einstellen

Wischerarme aus- und einbauen

Frontscheiben-Wischermotor aus- und einbauen

Heckwischermotor aus- und einbauen

Scheibenwaschpumpe prüfen/ersetzen

Pumpe/Vorratsbehälter für Scheibenwasch- und Scheinwerferreinigungsanlage

Störungsdiagnose Scheibenwischergummi

Beleuchtungsanlage

Lampentabelle

Glühlampen für Außenleuchten auswechseln

Glühlampen für Innenleuchten auswechseln

Scheinwerfer aus- und einbauen

Nebelscheinwerfer aus- und einbauen

Blinkleuchte vorn aus- und einbauen

Heckleuchte aus- und einbauen

Stellmotor für Leuchtweitenregelung aus- und einbauen

Scheinwerfer einstellen

Gasentladungslampen für Abblendlicht (Xenon-Licht)

Armaturen

Schalttafeleinsatz aus- und einbauen

Lenkstockschalter aus- und einbauen

Schalter und Leuchten aus- und einbauen

Radioanlagen-Übersicht

Radio aus- und einbauen

Radio-Codierung eingeben

Kalottenhochtonlautsprecher aus- und einbauen

Tieftonlautsprecher aus- und einbauen

Dachantenne aus- und einbauen

Heizung/Klimatisierung

Luftausströmer aus- und einbauen

Regulierung für Heizluft und Frischluft aus- und einbauen

Heizgebläse/Heizungsgehäuse/Wärmetauscher

Heizungszüge aus- und einbauen/einstellen

Regulierung für Heizluft und Frischluft

Vorwiderstand aus- und einbauen

Regulierung für Heizung und Klimaanlage aus- und einbauen

Halter für Klimakompressor aus- und einbauen

Frischluftgebläse aus- und einbauen

Störungsdiagnose Heizung

Vorderachse

Übersicht Vorderachse

Federbein aus- und einbauen

Stoßdämpfer/Schraubenfeder

Stoßdämpfer aus- und einbauen/Federbein zerlegen

Gelenkwelle aus- und einbauen

Gelenkwelle mit Tripodegelenk

Gelenkwelle mit Gleichlauf-Kugelgelenk

Hinterachse

Hinterachsfederung

Stoßdämpfer

Stoßdämpfer/Schraubenfeder aus- und einbauen

Radlager/Radnabeneinheit aus- und einbauen

Federbein

Stoßdämpfer prüfen

Stoßdämpfer verschrotten

Räder und Reifen

Reifenfülldruck

Austauschen der Räder/Laufrichtung beachten

Auswuchten von Rädern

Reifen- und Scheibenrad-Bezeichnungen/Herstellungsdatum

Fehlerhafte Reifenabnutzung

Reifenpflegetips

Fahrzeug aufbocken

Lenkung

Airbag-Sicherheitshinweise

Airbageinheit aus- und einbauen

Lenkrad aus- und einbauen

Spurstange aus- und einbauen

Servopumpe/Lenkgetriebe/Vorratsbehälter

Bremsanlage

Technische Daten Bremsanlage

Bremsbeläge vorn aus- und einbauen (FN-3)

Bremsbeläge vorn aus- und einbauen (C-54)

Bremsbeläge hinten aus- und einbauen

Bremssattel vorn HP-2

Bremssattel vorn 2-FN

Bremsscheibendicke prüfen

Bremsscheibe/Bremssattel aus- und einbauen

Die Bremsflüssigkeit

Bremsanlage entlüften

Bremsschlauch aus- und einbauen

Bremslichtschalter aus- und einbauen

Handbremshebel aus- und einbauen

Handbremse einstellen

Handbremsseile aus- und einbauen

Störungsdiagnose Bremse

Motor-Mechanik

Untere Motorraumabdeckung aus- und einbauen

Zahnriemen aus- und einbauen/spannen (1,6-/1,8-/2,0-l-Benzinmotor)

Zylinderkopf (1,8-l-Benzinmotor)

Zylinderkopf aus- und einbauen (1,6-/1,8-/2,0-l-Benzinmotor)

2,3-l-Benzinmotor

2,8-l-Benzinmotor

1,9-l-Dieselmotor

2,5-l-Dieselmotor

Kompression prüfen

Keilrippenriemen aus- und einbauen

Keilriemen aus- und einbauen

Störungsdiagnose Motor

Motor-Schmierung

Der Ölkreislauf

Die dynamische Öldruckkontrolle

Öldruck und Öldruckschalter prüfen

Motor-Kühlung

Kühlmittelkreislauf

Kühlmittelpumpe, Kühlmittelregler, Ölkühler

Kühler-Frostschutzmittel

Kühlmittel wechseln

Kühlmittelregler (Thermostat) aus- und einbauen/prüfen

Pumpe für Kraftstoffkühlung prüfen

Kühler aus- und einbauen

Kühlmittelpumpe aus- und einbauen

Störungsdiagnose Motor-Kühlung

Kraftstoffanlage

Sicherheits- und Sauberkeitsregeln bei Arbeiten an der Kraftstoffversorgung

Kraftstoff sparen beim Fahren

Kraftstoffbehälter/Kraftstoffpumpe/Kraftstoffilter

Kraftstoffpumpe/Tankgeber aus- und einbauen

Kraftstoffilter aus- und einbauen

Kraftstoffilter

Gaszug/Gasbetätigung

Gaszug einstellen

Motorregelung

Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten an der Motorregelung

Funktion der Motorregelung

Zündsystem

Zündkerzentechnik

Zündverteiler aus- und einbauen

Zündspule/Zündkerze/Klopfsensor

Einbauübersicht Motronic

Luftfilter/Luftmassenmesser

Kraftstoffverteiler/Einspritzventile aus- und einbauen

Einspritzventile prüfen

Technische Daten Benzin-Einspritzanlage

Störungsdiagnose Benzin-Einspritzanlage

Dieselmotor

Diesel-Prinzip

Vorglühanlage prüfen

Glühkerzen prüfen

Glühkerzen aus- und einbauen

Motorraum-Übersicht

Kraftstoffilter-Vorwärmanlage

Einspritzdüsen aus- und einbauen

Unterdruckanschlüsse

Technische Daten Diesel-Einspritzanlage

Störungsdiagnose Diesel-Einspritzanlage

Abgasanlage

Funktion des Katalysators

Der Umgang mit Katalysator-Fahrzeugen

Abgasturbolader

Diesel-Partikelfilter mit Additiv-System

Abgasanlagen-Übersicht

Abgasanlage aus- und einbauen

Mittelschalldämpfer/Nachschalldämpfer ersetzen

Abgasanlage auf Dichtigkeit prüfen

Lambdasonde aus- und einbauen

Kupplung

Hydraulische Kupplungsbetätigung

Kupplung aus- und einbauen/prüfen

Kupplungsbetätigung entlüften

Störungsdiagnose Kupplung

Getriebe/Schaltung/Allrad

Getriebe aus- und einbauen

Schaltung

Schaltbetätigung einstellen

Vollautomatik

Wählhebelseilzug einstellen

Allradantrieb

Innenausstattung

Innenspiegel aus- und einbauen

Mittelkonsole aus- und einbauen

Vorderen Aschenbecher aus- und einbauen

Hinteren Aschenbecher aus- und einbauen

Abdeckung für Wählhebel aus- und einbauen

Blenden für Dosenhalter vorn aus- und einbauen

Ablage Fahrerseite aus- und einbauen

Handschuhfach aus- und einbauen

Innere Blende für Außenspiegel aus- und einbauen

Haltegriff am Dach aus- und einbauen

Sonnenblende aus- und einbauen

Einstiegsleiste aus- und einbauen

Türverkleidung aus- und einbauen

Türinnenbetätigung aus- und einbauen

Türinnendichtung aus- und einbauen

Laderaum-Seitenverkleidung/Schloßträger-Abdeckung hinten aus- und einbauen

Verkleidung für Kofferraumdeckel aus- und einbauen

Verkleidung für Heckklappe aus- und einbauen

Belag für Laderaumboden aus- und einbauen

Sitz vorn aus- und einbauen

Seitenairbag/Kopfairbag

Sitzbank hinten aus- und einbauen

Sitzlehne hinten links aus- und einbauen

Karosserie außen

Sicherheitshinweise bei Karosseriearbeiten

Schloßträger aus- und einbauen

Stoßfänger vorn aus- und einbauen

Stoßfänger hinten aus- und einbauen

Kotflügel vorn aus- und einbauen

Innenkotflügel aus- und einbauen

Motorhaube aus- und einbauen/einstellen

Windlaufabdeckung aus- und einbauen

Kühlergrill aus- und einbauen

Seilzug für Motorhaube aus- und einbauen

Entriegelungshebel aus- und einbauen

Motorhaubenschloß aus- und einbauen/einstellen

Kofferraumdeckel aus- und einbauen

Heckklappe aus- und einbauen

Kofferraumschloß/Heckklappenschloß aus- und einbauen

Träger für Schließzylinder aus- und einbauen

Kofferraumdeckel/Heckklappe einstellen

Träger für Schließzylinder aus- und einbauen

Schließzylinder für Heckklappe aus- und einbauen

Schließzylindergehäuse

Vordertür aus- und einbauen

Schließzylindergehäuse aus- und einbauen

Türgriff aus- und einbauen

Türschloß aus- und einbauen

Türfensterscheibe vorn aus- und einbauen/einstellen

Tür-Aggregateträger mit Fensterheber aus- und einbauen

Zentralverriegelung

Seitenschutzleisten aus- und einbauen

Außenspiegel/Spiegelglas aus- und einbauen

Spiegelgehäuse aus- und einbauen

Dachreling/Dachleisten aus- und einbauen

Stromlaufpläne

Der Umgang mit dem Stromlaufplan

Zuordnung der Stromlaufpläne

Relais- und Sicherungsbelegung

Gebrauchsanleitung für Stromlaufpläne

VW PASSAT

Aus dem Inhalt:

 Modellvarianten

 Fahrzeugidentifizierung

 Motordaten

1973 wurde der VW PASSAT erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Seit dieser Zeit erschien im Turnus von rund sechs Jahren eine neue Modell-Generation. Die 4. PASSAT-Generation startete im Oktober 1996 mit dem Limousinen-Modell, der Variant folgte sechs Monate später. Im Oktober 2000 erhielt der PASSAT ein Facelift mit verchromtem Kühlergrill, Klarglas-Scheinwerfern und neu gestalteten Heckleuchten.

Die 96er PASSAT-Generation bietet gegenüber dem Vorgängermodell einige Vorteile. Dazu zählen unter anderem die Vollverzinkung und der verbesserte Fahrkomfort sowie die reichhaltige Ausstattung und der hohe passive Sicherheitsstandard. Dank der Vollverzinkung der kompletten Karosserie gibt es eine elfjährige, ab 10/00 eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung. Durch den Einsatz von Großblechteilen und moderner Schweißverfahren konnte die Karosserie wesentlich steifer gefertigt werden. Das wirkt sich positiv auf Komfort und Fahrstabilität aus. Die coupéhafte Karosserie ist sehr strömungsgünstig, so daß der PASSAT gegenüber dem Vorgängermodell bei gleicher Motorisierung eine höhere Endgeschwindigkeit erzielt beziehungsweise mit weniger Kraftstoff auskommt.

Bei einer Fahrzeuglänge von 4,68 Meter und einem Radstand von 2,70 Meter bietet der PASSAT für 5 Personen und Gepäck angenehme Platzverhältnisse. Der Kofferraum der Limousine faßt 475 Liter beziehungsweise 745 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank. Auch beim Variant kann durch Umlegen der hinteren Sitzbank das Gepäckraumvolumen vergrößert werden, und zwar von 495 Liter auf 1.600 Liter.

Modell 1997

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Umfangreiche Sicherheitseinrichtungen wie Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer für alle außenliegenden Sitze sowie seitliche Karosserieverstärkungen in den Türen sorgen im PASSAT für hohe passive Sicherheit.

Aufgrund der Plattformstrategie des Volkswagen-Konzerns kommt der PASSAT nun auch in den Genuß der Vierlenker-Vorderachse, wie sie erstmals im Audi A8 vorgestellt wurde. Durch diese Konstruktion sind Antriebseinflüsse in der Lenkung praktisch nicht mehr spürbar. Bei den PASSAT-Modellen mit Frontantrieb wird die bekannte Verbundlenker-Hinterachse verwendet, bei der zur besseren Raumausnutzung Schraubenfeder und Stoßdämpfer getrennt voneinander positioniert sind (früher Federbein). Der PASSAT Syncro hat wegen seines Allradantriebs eine Doppelquerlenker-Hinterachse.

Für den PASSAT stehen in Leistung, Hubraum und Bauart recht unterschiedliche Benzin- und Dieselmotoren zur Verfügung, so daß je nach persönlicher Anforderung zwischen sehr wirtschaftlicher und ausgeprägt sportlicher Motorisierung ausgewählt werden kann.

Der vorliegende Band gilt für alle Motorisierungen und Karosserie-Versionen.

Modell 2001

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Fahrzeug- und Motoridentifizierung

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 4-Zylindermotor: Motornummer und Kennbuchstaben sind auf der linken Seite des Motorblocks unterhalb der Trennstelle zwischen Motorblock und Zylinderkopf eingeschlagen, siehe Abbildung. 5-Zylindermotor: Motornummer und Kennbuchstaben befinden sich auf der rechten Seite des Motorblocks. 6-Zylindermotor: Motornummer und Kennbuchstaben befinden sich auf der rechten Innenseite des Motorblocks, unterhalb des Zylinderkopfs. Zum Auffinden der Motornummer muß die Motorverkleidung ausgebaut werden.

Hinweis: Aufkleber mit diesen Motorangaben befinden sich zusätzlich auf dem Zahnriemenschutz oder Zylinderkopfdeckel des Motors, im Serviceplan und in der Reserveradmulde.

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 Das Typschild –A– befindet sich an der hinteren Querwand. Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (Fahrgestellnummer) ist an Stelle –B– eingeschlagen. Dichtung in diesem Bereich abziehen.

Aufschlüsselung der Fahrgestellnummer:

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image Herstellerzeichen: WVW = Volkswagen AG

image Füllzeichen

image 2stellige Typenkurzbezeichnung aus den ersten beiden Stellen der offiziellen Typenbezeichnung. 3B = Passat

image Weitere Füllzeichen

image Angabe des Modelljahres: W – 1998; X – 1999; Y – 2000; 1 – 2001; 2 – 2002

image Produktionsstätte

image Laufende Numerierung

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Der Fahrzeugdatenträger ist entweder in der Reserveradmulde oder auf dem Gepäckraumboden aufgeklebt. Er enthält folgende Fahrzeugdaten:

1 – Produktions-Steuerungsnummer

2 – Fahrzeug-Identifizierungsnummer

3 – Typ-Kennnummer

4 – Typerklärung/Motorleistung

5 – Motor- und Getriebekennbuchstaben

6 – Lacknummer/Innenausstattungs-Kennummer

7 – Mehrausstattungs-Kennummer

Die Daten 2 – 7 befinden sich auch im Serviceplan.

Motorenübersicht und Motordaten

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1) Bis 1/98: 74 kW bei 5300/min und 140 Nm bei 3800/min; ab 2/98: 74 kW bei 5600/min und 145 Nm bei 3800/min.

2) Motor ADR bis 7/97: 173 Nm bei 3950/min; ab 8/97: 168 Nm bei 3500/min.

3) Bis 7/97: 200 Nm bei 3600/min; ab 8/97: 205 Nm bei 3200/min.

4) Motor ALG/AMX: Mit Sekundärlufteinblasung, Verdichtung 10,3.

5) Ab 8/97: 210 Nm bei 1900/min.

6) Motor ATJ ab 1/00: 310 Nm bei 1900/min.

7) Motor AVF: 310 Nm bei 1900/min.

8) Motor AWT: 9,3.

9) Motor BDH: 132 kW/180 PS, 370 Nm, Motorölmenge: 6,0 l.

Hinweis: Die Drehmomentangaben können sich bei einigen Motoren geringfügig geändert haben.

TDI = Turbodiesel-Direct-Injection = Turbodiesel mit Direkteinspritzung. EDC = Electronic-Diesel-Control. PD = Pumpe/Düse. Motr. = BOSCH-Motronic. MPI = Multi-Point-Injection = Mehrstellen-Einspritzung.

Achtung: Die angegebenen Füllmengen sind nur ungefähre Werte. Flüssigkeitsstände grundsätzlich mit dem Ölmeßstab und am Kühlflüssigkeits-Ausgleichbehälter prüfen.

Wartung

Aus dem Inhalt:

 Wartungsplan

 Ölwechselservice

 Wartungsarbeiten

 Serviceanzeige nach der Wartung zurückstellen

 Werkzeugausrüstung

 Motorstarthilfe

Die Wartungsintervalle beim PASSAT sind von der Zeitdauer und den gefahrenen Kilometern abhängig und werden dem Fahrer über eine Service-Intervallanzeige angezeigt.

Wenn ein Service erforderlich ist, erscheint die Service-Intervallanzeige nach Einschalten der Zündung und auch nach dem Anlassen des Motors für einige Sekunden anstelle der Tageskilometeranzeige im Tachometer.

Dabei kann folgendes angezeigt werden:

Bis 4/99 – SERVICEOEL (Motorölwechsel-Service) oder
SERVICEINSP (Inspektions-Service)

Ab 5/99 – SERVICE IN 3000 KM ( = Fahrstrecke bis zur nächsten Wartung) oder
SERVICE! oder SERVICE JETZT (Longlife-Service)

Nachdem die Wartung durchgeführt wurde, muß die Service-Intervallanzeige zurückgesetzt werden.

Hinweis: Die VW-Werkstätten fragen zusätzlich bei jeder Wartung die Fehlerspeicher der elektronischen Steuergeräte ab. Es kann daher sinnvoll sein, in regelmäßigen Abständen eine Fachwerkstatt aufzusuchen, auch wenn die Wartung in Eigenregie durchgeführt wird.

Longlife-Service

Seit Modelljahr 2000 beziehungsweise seit ca. 5/99 und Modelljahr-Kennbuchstabe Y wird der PASSAT nach dem so genannten »Longlife-Service«-System gewartet. Dadurch verlängern sich die Wartungsintervalle, je nach Motor, um bis zu 35.000 km. Für den Longlife-Service ist folgende Ausstattung erforderlich:

1. Flexible Service-Intervallanzeige

2. Motorölstandsensor

3. Bremsbelagverschleißanzeige

4. Longlife-Motoröl nach VW-Norm, siehe Seite 196

5. Wartungsarme Blei-Calcium-Batterie

Hinweis: Wird bei Fahrzeugen mit Longlife-Service, im Rahmen einer Wartung/Reparatur kein Longlife-Motoröl nach VW-Norm eingefüllt, dann muß die flexible Service-Intervallanzeige auf »nicht flexibel« umgestellt werden. Die Wartung erfolgt dann wie bei Fahrzeugen ohne Longlife-Service. Umgestellt wird die Service-Intervallanzeige durch Zurücksetzen mit den Einstelltasten im Schalttafeleinsatz, siehe Seite 44.

Achtung: Für die Beibehaltung des Longlife-Service muß die Service-Intervallanzeige mit dem VW-Diagnosegerät zurückgesetzt werden.

Ölwechsel-Service

Nur Fahrzeuge ohne Longlife-Service

Der Ölwechsel-Service ist durchzuführen, wenn im Schalttafeleinsatz die Anzeige »service OEL« blinkt bzw. alle 15.000 km, falls die jährliche Fahrleistung über 15.000 km liegt.

Achtung: Bei erschwerten Betriebsbedingungen, wie überwiegend Stadt- und Kurzstreckenverkehr, häufigen Gebirgsfahrten, Anhängerbetrieb und staubigen Straßenverhältnissen, Ölwechsel-Service entsprechend öfter durchführen.

 Motor: Öl- und Filterwechsel.

 Bremsbeläge vorn und hinten: Dicke prüfen.

 90-/110-/115-PS-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AJM/ATJ/AVG) bis Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemenverschleiß prüfen.

 Service-Intervallanzeige zurücksetzen.

Wartung

Die Wartung ist in folgenden Abständen durchzuführen:

Ohne Longlife-Service: Nach der Service-Intervallanzeige wenn im Kombiinstrument die Anzeige »service INSP« blinkt. Auf jeden Fall aber alle 12 Monate die mit  gekennzeichneten Positionen und alle 30.000 km sämtliche aufgeführten Wartungspunkte ( und ) durchführen.

Achtung: Bei erschwerten Betriebsbedingungen, wie überwiegend Stadt- und Kurzstreckenverkehr, häufigen Gebirgsfahrten, Anhängerbetrieb und staubigen Straßenverhältnissen, Ölwechsel-Service entsprechend öfter durchführen. Bei häufigen Fahrten in staubiger Umgebung Wechselintervall für Motor-Luftfilter und Pollenfilter halbieren.

Mit Longlife-Service: Entsprechend der Service-Intervallanzeige sämtliche aufgeführten Wartungspunkte ( und ). Hinweis: Wenn die Service-Intervallanzeige aufgrund extremer Betriebsbedingungen alle 12 Monate oder 15.000 km eine Wartung fordert, kann stattdessen ein Ölwechsel-Service durchgeführt werden und alle 2 Jahre oder 30.000 km die komplette Wartung.

Mit und ohne Longlife-Service: Im Rahmen der Wartung sind ebenfalls die zusätzlichen, mit  gekennzeichneten Wartungspunkte entsprechend den angegebenen Intervallen durchzuführen.

Motor

 Motor/Motorraum: Sichtprüfung auf Undichtigkeiten.

 Motor: Öl wechseln, Ölfilter ersetzen.

 Kühl- und Heizsystem: Flüssigkeitsstand prüfen, Konzentration des Frostschutzmittels prüfen. Sichtprüfung auf Undichtigkeiten und äußere Verschmutzung des Kühlers.

 Abgasanlage: Auf Beschädigungen sichtprüfen.

 4-Zylinder-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AJM/ATJ/AVG) bis Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemenverschleiß prüfen.

 4-Zylinder-Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern.

 90-PS-Dieselmotor (AHH): Zustand und Spannung des Zahnriemens prüfen.

 2,5-l-Dieselmotor: Kraftstoffilter ersetzen. Zustand von beiden Zahnriemen prüfen.

 1,6-/1,8-/2,0-l-Benzinmotor: Zustand des Zahnriemens prüfen (erstmalig nach 90.000 km, dann alle 30.000 km).

Getriebe, Achsantrieb

 Getriebe, Achsantrieb, Gelenkschutzhüllen: Auf Undichtigkeiten und Beschädigungen sichtprüfen.

 Schaltgetriebe/Achsantrieb: Ölstand prüfen, ggf. auffüllen.

Vorderachse und Lenkung

 Spurstangenköpfe: Spiel und Befestigung prüfen, Staubkappen prüfen.

 Achsgelenke: Staubkappen prüfen.

 Lenkung: Faltenbälge auf Beschädigungen prüfen.

Aufbau

 Türfeststeller: Schmieren.

 Verbandkasten: Haltbarkeitsdatum prüfen.

 Unterbodenschutz: Prüfen.

 Sicherheitsgurte und Airbageinheiten: Auf Beschädigungen sichtprüfen.

 Lüftung/Heizung: Staub-/Pollenfilter-Einsatz erneuern.

 Schiebedach: Führungsschienen reinigen und mit VW-Fettspray G 000 450 02 einsprühen.

Bremsen, Reifen, Räder

 Bremsanlage: Leitungen, Schläuche, Anschlüsse auf Undichtigkeiten und Beschädigungen prüfen.

 Bremsflüssigkeitsstand: Prüfen, ggf. auffüllen.

 Bremsen: Belagstärke der vorderen und hinteren Bremsbeläge prüfen.

 Bereifung (einschließlich Reserverad): Profiltiefe, Reifenfülldruck, Reifen auf Verschleiß und Beschädigungen prüfen.

 Radschrauben über Kreuz mit 120 Nm festziehen.

Elektrische Anlage

 Alle Stromverbraucher, Signalhorn: Funktion prüfen.

 Beleuchtungsanlage: Prüfen, gegebenenfalls Scheinwerfer einstellen.

 Scheibenwischer: Wischergummis auf Verschleiß prüfen. Wenn Wischerblätter rubbeln, Anstellwinkel prüfen.

 Scheibenwaschanlage: Funktion prüfen, Düsenstellung kontrollieren, Flüssigkeit nachfüllen, Scheinwerfer-Waschanlage prüfen.

 Batterie: Ruhespannung messen, Batterieklemmen/-halter auf festen Sitz prüfen. Säurestand prüfen, wenn sich die einzelnen Batteriezellen öffnen lassen.

 Service-Intervallanzeige: Zurücksetzen.

Alle 2 Jahre

 Bremsflüssigkeit: Erneuern.

 Fahrzeuge mit Telematik: Notstrombatterien ersetzen.

 Abgasuntersuchung (AU) erstmalig nach 3 Jahren, dann alle 2 Jahre: Leerlaufdrehzahl, CO-Gehalt, Zündzeitpunkt prüfen; Fehlerspeicher abfragen (Werkstattarbeit).

Alle 2 Jahre oder 60.000 km

 Motor-Luftfilter: Einsatz erneuern, Gehäuse reinigen.

Alle 4 Jahre oder 60.000 km

 Zündkerzen: Erneuern.

Alle 60.000 km

 4-Zylinder-Dieselmotor: Kraftstoffilter ersetzen.

 Servolenkung: Flüssigkeitsstand prüfen, ggf. auffüllen.

 Automatisches Getriebe/Achsantrieb: Ölstand prüfen, ggf. auffüllen.

 Keilrippenriemen: Zustand prüfen, ggf. wechseln.

 115-PS-Dieselmotor (AJM) bis 9/00: Zahnriemen und Zahnriemenspannrolle ersetzen (Werkstattarbeit).

 150-PS-Dieselmotor (AFB bis Mot-Nr. 154 591 und AKN bis Mot.-Nr. 031 889): Kurbelgehäusedruck prüfen (Werkstattarbeit).

Alle 90.000 km

 90-/110-PS-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AVG): Zahnriemen ersetzen (Werkstattarbeit).

 100-/115-/130-PS-Dieselmotor (AJM ab 10/00) sowie (ATJ/AVB/AWX/AVF): Zahnriemen und Zahnriemenspannrolle ersetzen.

Alle 120.000 km

 4-Zylinder-Motor: Keilriemen, falls vorhanden, ersetzen.

 193-PS-Benzinmotor: Zahnriemen und Zahnriemenspannrolle ersetzen (Werkstattarbeit).

 2,5-l-Dieselmotor: Beide Zahnriemen ersetzen (Werkstattarbeit).

 1,8-l-Benzinmotor (ADR/AEB/ANB/APU/ARG) bis Modelljahr 1999 (X): Zahnriemen für Motorsteuerung ersetzen.

Alle 180.000 km

 1,8-l-Benzinmotor (APT) sowie 1,8-l-Benzinmotor ab Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemen für Motorsteuerung ersetzen.

Wartungsarbeiten

Hier werden, nach den verschiedenen Baugruppen des Fahrzeugs aufgeteilt, alle Wartungsarbeiten beschrieben, die gemäß dem Wartungsplan durchgeführt werden müssen. Auf die erforderlichen Verschleißteile sowie das möglicherweise benötigte Sonderwerkzeug wird jeweils hingewiesen.

Es empfiehlt sich, Reifendruck, Motorölstand und Flüssigkeitsstände für Kühlung, Wisch-/Wasch-Anlage etc. mindestens alle 4 bis 6 Wochen zu prüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.

Achtung: Beim Einkauf von Ersatzteilen ist zur Identifizierung des Fahrzeuges unbedingt der KFZ-Schein mitzunehmen, denn nur durch die Fahrzeug-Identnummer ist eine eindeutige Zuordnung von Ersatzteil und Fahrzeugmodell möglich. Sinnvoll ist es auch, das Altteil zum Ersatzteilhändler mitzunehmen, um es dort mit dem Neuteil vergleichen zu können.

Motor und Abgasanlage

Folgende Wartungspunkte müssen nach dem Wartungsplan durchgeführt werden:

 Motor: Öl- und Filterwechsel.

 Motor/Motorraum: Sichtprüfung auf Undichtigkeiten.

 Motor: Ölstand prüfen.

 Zündkerzen erneuern.

 Abgasanlage: Sichtprüfung auf Beschädigungen.

 Kühl- und Heizsystem: Flüssigkeitsstand prüfen, Konzentration des Frostschutzmittels prüfen. Sichtprüfung auf Undichtigkeiten und äußere Verschmutzung des Kühlers.

 Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern bzw. ersetzen.

 Motor-Luftfilter: Filtereinsatz erneuern.

 Keilriemen/Keilrippenriemen: Zustand prüfen, gegebenenfalls erneuern.

 4-Zylinder-Dieselmotor (AHU/AHH/AFN/AJM/ATJ/AVG) bis Modelljahr 2000 (Y): Zahnriemenverschleiß prüfen.

 Zahnriemen prüfen.

 Zahnriemen ersetzen, siehe Kapitel »Motor-Mechanik«.

Motorölwechsel

Das Motoröl darf auch mittels einer Sonde (an der Tankstelle) über das Ölmeßrohr abgesaugt werden. Allerdings muß das neue Öl dann meistens bei der betreffenden Tankstelle gekauft werden.

Achtung: Die Öl-Verkaufsstellen nehmen die entsprechende Menge Altöl kostenlos entgegen, daher beim Ölkauf Quittung und Ölkanister für spätere Altölrückgabe aufbewahren! Um Umweltschäden zu vermeiden, keinesfalls Altöl einfach wegschütten oder dem Hausmüll mitgeben.

Um die Betriebsverhältnisse des Motors besser überwachen zu können, soll beim Ölwechsel immer ein Öl gleichen Typs und möglichst auch gleicher Marke verwendet werden. Daher ist es zweckmäßig, bei jedem Ölwechsel ein Hinweisschild am Motor zu befestigen, auf dem Marke und Viskosität des Öles vermerkt sind.

Wahllos abwechselnder Gebrauch verschiedener Öltypen ist ungünstig. Motorenöle verschiedener Marken sollen möglichst nicht gemischt werden. Motorenöle gleichen Typs und gleicher Marke, aber verschiedener Viskosität, können im Bedarfsfall während jahreszeitlicher Überschneidung ohne weiteres nachgefüllt werden.

Erforderliches Spezialwerkzeug:

 Eine Grube oder ein hydraulischer Wagenheber mit Unterstellböcken (wenn das Motoröl nicht abgesaugt wird).

 Stecknuß zum Lösen der Ölablaßschraube (wenn das Motoröl nicht abgesaugt wird).

 1,6-/1,8-/2,8-l-Benzin- und 1,9-l-Dieselmotor: Ein Spezialwerkzeug zum Lösen des Ölfilters (Ölfilterzange, Spannbandschlüssel oder HAZET-Werkzeug 2171-1).

 2,3-l-Benzinmotor: Stecknuß SW 32 für Ölfilterdeckel.

 2,5-l-Dieselmotor: Stecknuß SW 36 zum Lösen des Ölfilterdeckels, zum Beispiel HAZET 2169-2.

 Ölauffangschale (wenn Öl nicht abgesaugt wird), die je nach Motor mindestens 4 Liter bis 6,5 Liter Öl faßt.

Erforderliche Verschleißteile:

 Nur wenn Öl nicht abgesaugt wird: Aluminium- oder Kupfer-Dichtring für die Ölablaßschraube (wird manchmal mit dem Ölfilter mitgeliefert).

 Ölfilter. Achtung: Beim 2,3-l-Benzin- und 2,5-l-Dieselmotor werden ein Ölfiltereinsatz und zwei O-Ringe für den Ölfilterdeckel benötigt.

 Je nach Motor, 3 bis 6 Liter Motoröl. Nur von VW freigegebenes Motoröl verwenden, siehe Seite 192.

Ölwechselmenge:

Achtung: Gegebenenfalls Motoröl bis zur max.-Markierung auffüllen.

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Motoröl ablassen

 150-PS-Dieselmotor: Obere Motorabdeckung abbauen. Deckel am Filtergehäuse mit Stecknuß SW 36 oder HAZET 2169-2 abschrauben, siehe Abb. A02-0033. Das Öl läuft dann aus dem Filtergehäuse in die Ölwanne ab.

 100-/115-/130-PS-Diesel: Ölfilterdeckel abschrauben

 Motoröl mit einem Ölabsauggerät über das Ölmeßstab-Führungsrohr absaugen.

 Steht das Ölabsauggerät nicht zur Verfügung, Motoröl ablassen. Dazu Fahrzeug waagerecht aufbocken.

 Untere Motorraumabdeckung ausbauen, siehe Seite 160.

 Gefäß zum Auffangen des Altöls unter die Ölwanne stellen.

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 Ölablaßschraube aus der Ölwanne herausdrehen und Altöl ganz ablassen.

Achtung: Werden im Motoröl Metallspäne und Abrieb in größeren Mengen festgestellt, deutet dies auf Freßschäden hin, zum Beispiel Kurbelwellen- oder Pleuellagerschäden. Um Folgeschäden zu vermeiden, ist die sorgfältige Reinigung von Ölkanälen und Ölschläuchen unerläßlich. Zusätzlich soll der Ölkühler, falls vorhanden, erneuert werden.

 Ölablaßschraube mit neuem Dichtring einschrauben.
Achtung: Das zulässige Anzugsdrehmoment darf nicht überschritten werden, sonst kann es zu Undichigkeiten oder Schäden kommen. Anzugsdrehmomente:

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 Fahrzeug ablassen (außer 2,3-l-Benzinmotor).


Ölfilter wechseln

Achtung: Bohrung des Aggregateträgers unterhalb vom Ölfilter mit einem Lappen abdecken, damit kein Altöl in den Träger laufen kann.

1,6-/1,8-/2,8-l-Benzinmotor sowie 1,9-l-Dieselmotor mit 90 und 110 PS

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 Ölfilter mit Spannband oder HAZET 2171-1 abschrauben. Auslaufendes Motoröl mit Lappen auffangen. Eventuell am Ölfilterflansch verbliebene Filterdichtung abnehmen.

 Ölfilterflansch am Motorblock mit Lappen gut abwischen, damit kein Altöl auf den Aggregateträger tropft.

 Gummidichtring am neuen Ölfilter dünn mit Motoröl bestreichen.

 Neuen Ölfilter nur mit der Hand festschrauben. Wenn die Filterdichtung am Motorblock anliegt, Filter noch um 1/2 Umdrehung weiterdrehen. Hinweise auf dem Ölfilter beachten.

2,3-l-Benzinmotor

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 Öl an der Ablaßschraube –1– am Filtergehäuse ablassen. Der Ölfilter befindet sich seitlich neben der Ölwanne.

 Filterunterteil –3– am Sechskant –2– oder am Umfang –4– mit Stecknuß abschrauben. Auslaufendes Motoröl mit Lappen auffangen. Flansch am Filtergehäuse mit Lappen gut abwischen, damit kein Öl heruntertropft.

 Neuen Filtereinsatz einsetzen.

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 Neuen Dichtring –3– mit sauberem Motoröl bestreichen.

 Filterunterteil mit Dichtring einschrauben und mit 25 Nm festziehen.

 Ablaßschraube am Filtergehäuse mit neuem Dichtring einschrauben und mit 10 Nm festziehen.

 Fahrzeug ablassen.

100-/115-/130-/136-/150-PS-Dieselmotor

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 150-PS-Dieselmotor: Filtereinsatz –3– herausziehen. Hinweis: Der Deckel –1– wurde bereits zum Ablassen des Motoröls abgeschraubt.

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 100-/115-/130/136-PS-Dieselmotor: Filtereinsatz –7– herausziehen. Hinweis: Der Deckel –4– wurde bereits zum Ablassen des Motoröls abgeschraubt.

 Restliches Öl mit dem Ölabsauggerät aus dem Filtergehäuse absaugen.

 Neuen Filtereinsatz in das Filtergehäuse einsetzen.

 100-/115-/130/136-PS-Dieselmotor: Filterdeckel –4– mit neuen O-Ringen –5/6– aufschrauben und mit 25 Nm festziehen.

 150-PS-Dieselmotor: Filterdeckel –1– mit neuem O-Ring –2– aufschrauben und mit 25 Nm festziehen, siehe Abbildung A02-0033.

 150-PS-Dieselmotor: Obere Motorabdeckung anbauen.


Motoröl auffüllen

Achtung: Bei den Turbomotoren muß beim 1. Motorstart nach dem Ölwechsel darauf geachtet werden, daß der Motor zunächst nur bei Leerlaufdrehzahl läuft, bis die Öldruckkontrolleuchte erlöscht. Erst dann ist der volle Öldruck erreicht und es darf Gas gegeben werden. Durch Gasstöße bei leuchtender Ölkontrolle kann aufgrund mangelnder Schmierung der Turbolader beschädigt werden.

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 Verschlußdeckel öffnen und neues Öl am Einfüllstutzen des Zylinderkopfdeckels einfüllen.

Achtung: Grundsätzlich empfiehlt es sich zunächst, 1/2 Liter Motoröl weniger einzufüllen, den Motor warmlaufen zu lassen und nach einigen Minuten den Ölstand mit dem Meßstab zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ergänzen. Zuviel eingefülltes Motoröl muß wieder abgesaugt werden, da sonst die Motordichtungen beziehungsweise der Katalysator beschädigt werden können.

 Ölstand prüfen, gebenenfalls bis zur max.-Markierung ergänzen, siehe Seite 19

 Nach Probefahrt Dichtigkeit der Ablaßschraube und des Ölfilters überprüfen, gegebenenfalls vorsichtig nachziehen.

 Ölstand ca. 3 Minuten nach Abstellen des Motors nochmals prüfen, gegebenenfalls korrigieren.

 Motorraumabdeckung unten einbauen, siehe Seite 160.

Sichtprüfung auf Ölverlust

Bei ölverschmiertem Motor und hohem Ölverbrauch überprüfen, wo das Öl austritt. Dazu folgende Stellen überprüfen:

 Öleinfülldeckel öffnen und Dichtung auf Porosität oder Beschädigung prüfen.

 Kurbelgehäuse-Entlüftung: Zum Beispiel Belüftungsschlauch vom Zylinderkopfdeckel zum Luftansaugschlauch.

 Zylinderkopfdeckel-Dichtung.

 Zylinderkopf-Dichtung.

 Ölablaßschraube (Dichtring).

 1,6-l-Benzinmotor: Trennstelle Zündverteilerflansch.

 Ölfilterdichtung: Ölfilter am Ölfilterflansch.

 Ölwannendichtung.

 Wellendichtringe vorn und hinten für Nockenwelle und Kurbelwelle.

Da sich bei Undichtigkeiten das Öl meistens über eine größere Motorfläche verteilt, ist der Austritt des Öls nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Bei der Suche geht man zweckmäßigerweise wie folgt vor:

 Motorwäsche folgendermaßen durchführen: Generator mit Plastiktüte abdecken. Motor mit handelsüblichem Kaltreiniger einsprühen und nach einer kurzen Einwirkungszeit an einer Autowaschanlage mit Wasser abspritzen.

 Trennstellen und Dichtungen am Motor von außen mit Kalk oder Talkumpuder bestäuben.

 Ölstand kontrollieren, gegebenenfalls auffüllen.

 Probefahrt durchführen. Da das Öl bei heißem Motor dünnflüssig wird und dadurch schneller an den Leckstellen austreten kann, sollte die Probefahrt über eine Strecke von ca. 30 km auf einer Schnellstraße durchgeführt werden.

 Anschließend Motor mit Lampe absuchen, undichte Stelle lokalisieren und Fehler beheben.

Motorölstand prüfen

Hinweis: Der Motor soll auf einer Fahrstrecke von ca. 1.000 km nicht mehr als 1,0 Liter Öl verbrauchen. Mehrverbrauch ist ein Anzeichen für verschlissene Ventilschaftabdichtungen und/oder Kolbenringe beziehungsweise Öldichtungen.

 Motor warmfahren und auf einer ebenen, waagerechten Fläche abstellen.

 Nach Abstellen des Motors mindestens 3 Minuten lang warten, damit sich das Öl in der Ölwanne sammelt.

 Ölpeilstab am Motor herausziehen und mit sauberem Lappen abwischen.

 Anschließend Meßstab bis zum Anschlag einführen und wieder herausziehen. Achtung: Es gibt 2 unterschiedliche Meßstab-Ausführungen.

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 Ausführung 1: Der Ölstand ist in Ordnung, wenn er im gerasterten Bereich –b– liegt. Liegt der Ölstand im Bereich –a– oder darunter, dann muß Öl nachgefüllt werden. Wenn nachgefüllt werden muß, Ölstand bis zum Bereich –c– oder zur max.-Markierung ergänzen.

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 Ausführung 2: Der Ölstand muß sich zwischen den min.- und max.-Markierungen –Pfeile– befinden.

Achtung: Zuviel eingefülltes Motoröl muß wieder abgesaugt werden, da sonst die Motordichtungen beziehungsweise der Katalysator beschädigt werden können.

 Bei besonderer Motorbeanspruchung wie zum Beispiel längeren Autobahnfahrten im Sommer, bei Anhängerbetrieb oder Gebirgsfahrten sollte der Ölstand im oberen Bereich liegen.

 Nachgefüllt wird am Verschluß des Zylinderkopfdeckels. Beim Nachfüllen richtige Ölsorte verwenden, keine Ölzusätze verwenden, siehe auch Kapitel »Schmierung«.

 Ölmeßstab einsetzen, Einfülldeckel aufschrauben.

Sichtprüfung der Abgasanlage

 Fahrzeug aufbocken.

 Befestigungsschellen auf festen Sitz prüfen.

 Abgasanlage mit Lampe auf Löcher, durchgerostete Teile sowie Scheuerstellen absuchen.

 Stark gequetschte Abgasrohre ersetzen.

 Gummihalterungen durch Drehen und Dehnen auf Porosität überprüfen und gegebenenfalls austauschen.

 Fahrzeug ablassen.

Kühlmittelstand prüfen

Ein zu niedriger Kühlmittelstand wird durch eine Kontrollleuchte am Armaturenbrett angezeigt. Vor jeder größeren Fahrt sollte dennoch grundsätzlich der Kühlmittelstand geprüft werden.

Achtung: Zum Nachfüllen – auch in der warmen Jahreszeit – nur eine Mischung aus VW-Kühlerfrost- und Korrosionsschutzmittel »G12 Plus« (Farbe lila, Spezifikation TL-VW-774-F) und kalkarmem, sauberem Wasser verwenden. Auch im Sommer darf der Kühlerfrostschutz-Anteil im Kühlmittel nicht unter 40% liegen. Daher beim Nachfüllen Frostschutz ergänzen, siehe Kapitel »Frostschutz prüfen«.

Achtung: Das in anderen VW-Modellen verwendete, grüne VW-Kühlerfrost- und Korrosionsschutzmittel »G11« darf nicht mit »G12 rot« gemischt werden, sonst kommt es zu schwer wiegenden Motorschäden. Braunes Kühlmittel (G11 und »G12 rot« vermischt) sofort wechseln. Hinweis: Das neue »G12 Plus« (lila Farbe) darf sowohl mit »G11 grün« als auch mit »G12 rot« gemischt werden.

Sicherheitshinweis:

Verschlußdeckel bei heißem Motor vorsichtig öffnen. Verbrühungsgefahr! Beim Öffnen Lappen über den Verschlußdeckel legen. Verschlußdeckel nur bei einer Kühlmittel-Temperatur unter +90° C öffnen.

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 Der Kühlmittelstand soll bei kaltem Motor (Kühlmitteltemperatur ca. +20° C) zwischen der MAX. und der MIN.-Markierung am Ausgleichbehälter liegen. Bei warmem Motor darf der Kühlmittelstand etwas über der MAX.-Markierung stehen.

 Größere Mengen kaltes Kühlmittel nur bei kaltem Motor nachfüllen, um Motorschäden zu vermeiden.

 Verschlußdeckel beim Öffnen zuerst etwas aufdrehen und Überdruck entweichen lassen. Danach Deckel weiterdrehen und abnehmen.

 Sichtprüfung auf Dichtheit durchführen, wenn der Kühlmittelstand in kurzer Zeit absinkt.

Kühlsystem-Sichtprüfung auf Dichtheit

 Kühlmittelschläuche durch Zusammendrücken und Verbiegen auf poröse Stellen untersuchen, hartgewordene und aufgequollene Schläuche ersetzen.

 Die Schläuche dürfen nicht zu kurz auf den Anschlußstutzen sitzen.

 Festen Sitz der Schlauchschellen kontrollieren, gegebenenfalls Schellen erneuern.

 Dichtung des Verschlußdeckels für den Ausgleichbehälter auf Beschädigungen überprüfen.

Achtung: Ein zu niedriger Kühlmittelstand kann auch von einem nicht richtig aufgeschraubten Verschlußdeckel herrühren.

 Deutlicher Kühlmittelverlust und/oder Öl in der Kühlflüssigkeit sowie weiße Abgaswolken bei warmem Motor deuten auf eine defekte Zylinderkopfdichtung hin.

Achtung: Mitunter ist es schwierig, die Leckstelle ausfindig zu machen. Dann empfiehlt sich eine Druckprüfung durch die Werkstatt (Spezialgerät erforderlich). Hierbei kann ebenfalls das Überdruckventil des Verschlußdeckels geprüft werden.

Frostschutz prüfen

Regelmäßig vor Winterbeginn sollte sicherheitshalber die Konzentration des Frostschutzmittels geprüft werden, insbesondere wenn zwischendurch reines Wasser nachgefüllt wurde.

Folgendes Prüfwerkzeug wird benötigt:

 Prüfspindel zum Messen des Frostschutzanteils beziehungsweise ein optisches Prüfgerät (Refraktometer) für Frostschutzanteil und Säuredichte, zum Beispiel HAZET-4810-B.

Prüfen

 Bei der Frostschutzmessung soll die Kühlflüssigkeitstemperatur ca. +20° C betragen. Gegebenenfalls Motor kurz warmfahren, bis der obere Kühlmittelschlauch zum Kühler etwa handwarm ist.

Sicherheitshinweis

Verschlussdeckel bei heißem Motor vorsichtig öffnen. Verbrühungsgefahr! Beim Öffnen Lappen über den Verschlussdeckel legen. Verschlussdeckel nur bei einer Kühlmittel-Temperatur unter +90° C öffnen.

 Verschlussdeckel am Ausgleichbehälter vorsichtig öffnen.

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 Mit Messspindel Kühlflüssigkeit ansaugen und am Schwimmer die Kühlmitteldichte ablesen.

 Der Frostschutz soll in unseren Breiten bis –25° C reichen, bei extrem kaltem Klima bis –35° C.

VW-Kühlkonzentrat »G12 Plus« ergänzen

Für einen Frostschutz bis –25° C muß der Anteil an Frostschutzmittel in der Kühlflüssigkeit 40 % betragen. Soll der Frostschutz bis –35° C reichen, müssen Wasser und Kühlkonzentrat im Verhältnis 1:1 gemischt werden.

Achtung: Ist ein stärkerer Frostschutz erforderlich, kann der Anteil des Frostschutzmittels bis auf maximal 60 % erhöht werden, dann reicht der Frostschutz bis –40° C. Wird mehr Frostschutzmittel zugegeben, verringert sich der Frostschutz wieder, außerdem verschlechtert sich die Kühlwirkung.

Nur VW-Kühlerfrost- und Korrosionsschutzmittel »G12 Plus« (Farbe lila, Spezifikation TL-VW-774-F) verwenden. Das Kühlerfrostschutzmittel »G12 Plus« kann mit dem bisherigen Frostschutzmittel »G12 rot« gemischt werden. Hinweis: Das neuere VW-Frostschutzkonzentrat G12 Plus Plus (Farbe: lila) kann ebenfalls verwendet werden.

Die Tabelle zeigt, wie viel Frostschutzmittel zugegeben werden muß, damit die gewünschte Konzentration erreicht wird.

Beispiel: Die Frostschutz-Messung mit der Spindel ergibt beim 4-Zylinder-Motor einen Frostschutz bis –10° C. In diesem Fall aus dem Kühlsystem 2,0 l Kühlflüssigkeit ablassen und dafür 2,0 l reines VW-Frostschutzkonzentrat auffüllen. Der Frostschutz reicht dann bis –25° C.

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 Verschlußdeckel am Kühler verschließen und nach Probefahrt Frostschutz erneut überprüfen.

Dieselmotor: Kraftstoffilter entwässern/ersetzen

Erforderliches Spezialwerkzeug zum Entwässern:

 Nur 2,5-l-Dieselmotor: Hand-Unterdruckpumpe mit Auffanggefäß zum Entleeren des Kraftstoffilters, zum Beispiel KLANN LI-75200.

Erforderliches Verschleißteil bei Filterwechsel:

 Kraftstoffilter mit Dichtring.

 Etwa 0,2 l sauberen Dieselkraftstoff zum Füllen des Filters.

 Nur 2,5-l-Dieselmotor: Dichtring für Regelventil und Schlauchschellen für Kraftstoffleitungen. Anstelle der werksseitig eingebauten Klemm-Schlauchschellen können auch Schraubschellen verwendet werden.

Zum Auffangen des Wassersatzes ist ein geeignetes Auffanggefäß erforderlich. Achtung: Auslaufender Dieselkraftstoff muß besonders von Gummiteilen, zum Beispiel Kühlmittelschläuchen, sofort abgewischt werden, sonst werden die Gummiteile im Lauf der Zeit zerstört.

Achtung: Kraftstoff ist ein Problemstoff und darf auf keinen Fall einfach weggeschüttet oder dem Hausmüll mitgegeben werden. Gemeinde- und Stadtverwaltungen informieren darüber, wo sich die nächste Problemstoff-Sammelstelle befindet.


90-/110-PS-Dieselmotor:

Entwässern

Der Kraftstoffilter befindet sich links am Motorblock hinter dem Generator. Er ist schwer zugänglich.

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 Ladeluftrohr ausbauen, dazu Schellen –A– lösen und Schraube –B– herausschrauben.

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1 – Vorlauf vom Kraftstoffbehälter

2 – Vorlauf zur Einspritzpumpe

3 – Belüftungsschraube

4 – Klemmschelle

5 – Entwässerungsventil

 Belüftungsschraube –3– lösen.

 An der Filterunterseite das Entwässerungsventil –5– aufschrauben und ca. 100 cm3(ca. 1 Tasse voll) Flüssigkeit aus dem Filter in ein Auffanggefäß ablaufen lassen. Es kann ein Schlauch auf das Entwässerungsventil geschoben werden, damit der Kraftstoff gezielter austritt.

 Entwässerungsventil von Hand wieder festziehen.

 Belüftungsschraube –3– oben am Filter festziehen.

 Ladeluftrohr mit Schellen befestigen und am Halter anschrauben.

 Motor starten.

 Die Kraftstoffanlage entlüftet sich selbsttätig. Nach mehrmaligem Gasgeben muß der Kraftstoff blasenfrei durch die durchsichtige Leitung zur Einspritzpumpe fließen.

 Kraftstoffanlage auf Dichtheit sichtprüfen, insbesondere an den Anschlüssen des Kraftstoffilters.

Filterwechsel