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Jutta Fuezi, Wulfing von Rohr: Die Botschaft der Engelzahlen

Inhaltsverzeichnis
 
Wie Sie mit diesem Buch arbeiten
 
Kapitel 1 – Engelzahlen und Engelnumerologie
Was sind Engelzahlen?
Was ist Engelnumerologie?
 
Kapitel 2 – Die Zahlen der Erzengel
Traditionelle Engellisten
Engel der Wochentage
12 Erzengel, ihre Zahlen und Eigenschaften
 
Kapitel 3 – Engelzahlen der Tage, Monate und Jahre
Engelzahlen der Tage von 1 bis 31
Engelzahlen der 12 Monate des Jahres
Die Botschaften der Jahresengel für die Jahre von 1900 bis 2025
 
Kapitel 4 – Ihre persönliche Engelnumerologie
Lebenszahl
Kraftzahl
Seelenzahl
 
Kapitel 5 – Engelzahlen im Alltagsleben und für die Zukunftsplanung
Wochenengel
Kinder- und Geschwisterzahlen
Hausnummern
Autokennzeichen und andere Zahlen im Alltag
 
Kapitel 6 – Engelbotschaften für die Zahlen von 1 bis 144
 
Anhang
Buchempfehlungen
Die Autoren
Copyright

Die Autoren
 
Jutta Fuezi isteine der führenden deutschsprachigen Englexpertinnen, die sich besonders mit Engezahlen, Engelritualen und Engelnamen beschäftigt hat.
 
Wulfing von Rohr ist bekannter Autor und Koautor von Büchern zur Bewusstseinsentwichlung, Heilung und spirituellen Selbstermächtigung.

Wie Sie mit diesem Buch arbeiten
An den Anfang möchten wir eine kurze Gebrauchsanleitung für dieses Büchlein stellen, einfach, damit Sie sich gut zurechtfinden, sich leichter inspirieren lassen und den größtmöglichen Nutzen für Ihren Alltag aus den Texten ziehen können.
Im 1. Kapitel geben wir Ihnen eine kleine Einführung, was Engelzahlen sind und wie Engelnumerologie funktioniert. Da die Erzengel eine zentrale Bedeutung in der Engelwelt und für uns Menschen haben, lesen Sie im 2. Kapitel etwas über die Grundbedeutung der 12 Erzengel und ihrer besonders aussagestarken Zahlen.
Im 3. Kapitel wird es nun schon praktisch und persönlich: Sie finden Deutungen der Engelzahlen zu den 31 Tagen des Monats, den 12 Monaten des Jahres und den Jahren 1900 bis 2025. Damit können Sie für sich und Ihre Angehörigen, Freunde und Bekannten leicht feststellen, was Ihre Lebensthemen sind – symbolisch ausgedrückt durch die Engelzahlen der jeweiligen Geburtstage, Geburtsmonate und Geburtsjahre. Oder Sie finden heraus, welche Themen an einem bestimmten Tag in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft aus der Engelperspektive eine wichtige Rolle spielen. Einen weiteren Ansatz, Engelzahlen kennenzulernen und zu deuten, erfahren Sie im 4. Kapitel. Dort geht es um Ihre persönliche Engelnumerologie mit Lebenszahl, Kraftzahl und Seelenzahl und darum, was diese Zahlen Ihnen sagen wollen. In diesem 4. Kapitel müssen Sie ein bisschen addieren und Quersummen bilden, wie das in der Numerologie so üblich ist.
 
Im 5. Kapitel stellen wir Ihnen Engelzahlen vor, wie sie uns im Alltag begegnen können – bei Hausnummern und Autokennzeichen, Hotelzimmern und an anderen Orten, bei anderen Gelegenheiten. Auch für die Zukunftsplanung lassen sich die hier erklärten Engelzahlen gut nutzen. Engelbotschaften für die Zahlen von 1 bis 144 im 6. Kapitel runden dieses Büchlein über Engelzahlen ab. Dieses abschließende Kapitel können Sie einfach einmal zwischendurch aufschlagen – hier müssen Sie nicht rechnen und können jederzeit eine rasche erste Engelbotschaft zu einer dieser Zahlen erhalten.
Im Anhang finden Sie eine recht interessante Übersicht dazu, wie man in verschiedenen Kulturen und Religionen Zahlen spirituell und symbolisch deutet, außerdem etliche Buchhinweise, einige Informationen über uns Autoren sowie Hinweise auf Veranstaltungen.
Dass uns die Engel bei der Arbeit an diesen Seiten besonders inspiriert und geführt haben, bedarf sicher keiner weiteren Betonung. Bei der Lektüre wünschen wir Ihnen viel Freude und für Ihr Leben wertvolle Anregungen und segensreiche Engelhilfen.

1
Engelzahlen und Engelnumerologie
Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen
wir ein weises Herz.
Psalm 90,12

Was sind Engelzahlen?

Diese Bitte des Menschen an Gott, wie sie als Motto oben steht, überliefert uns der 90. Psalm im Alten Testament. Zahlen und Zählen – eine wesentliche Grundlage für das Leben in der Gesellschaft. Wir zählen die Tage der Monate, der Jahre und des Lebens. Einen Kalender ohne Zahlen, eine Uhr ohne Zahlen gibt es nicht. Wir zählen Vieh und Geld, die Quadratmeter von Wohnungen und Grundstücken. Wir feiern »runde« Geburtstage und Jubiläen, die sich nach Zahlen richten.
Zahlen haben aber nicht nur mit Dingen und mit Zeit, sondern – so die Bibel – vor allem mit Weisheit zu tun. In diesem Buch wollen wir Ihnen einige Hinweise geben, wie Sie Zahlen aus der Sicht der Engelwelt besser verstehen und wie Sie mehr Einsicht und Weisheit für das eigene Leben erlangen können.
Das Wort Zahl entwickelte sich aus dem althochdeutschen Wort zala, das »eingekerbtes Merkzeichen« bedeutet hat. Das zweite Wort, das hierher gehört, ist der Begriff Nummer. Nummer stammt von numerus, dem lateinischen Wort für Zahl bzw. Anzahl. Daraus hat sich der Begriff Numerologie entwickelt. Numerologie ist das Handwerk, die Kunst bzw. das Wissen, aus Zahlen verborgene Bedeutungen herauszulesen. Spätestens seit dem Buch »Der Bibel-Code« ist auch allgemein bekannt, dass die hebräische Schrift, wie sie in der Bibel und in mystischen Schriften verwendet wurde, eine Art von Zahlmystik enthält und darstellt.
Dass Zahlen religiöse und kulturelle Bedeutung besitzen, wird bei einem kurzen Blick in unsere Geschichte offensichtlich. Wir zählen Wochen zu 7 Tagen, das Jahr zu 12 Monaten und 365 bzw. 366 Tagen. Unser Dezimalsystem orientiert sich an den 10 Fingern der beiden Hände des Menschen. Die Astrologie zeigt 12 Tierkreiszeichen. Man spricht davon, dass es »5 vor 12« ist oder dass es nun wirklich »13 schlägt« und so fort.
Was haben nun Engel mit Zahlen zu tun? Und wie viele Engel gibt es wohl? Die heiligen Schriften vieler Religionen sprechen immerhin von »himmlischen Heerscharen«, also aus Menschensicht betrachtet von unzählig vielen Engeln. Gibt es vielleicht so viele Engel wie Sterne am Himmel – Sterne, die für uns unzählbar und doch konkret sichtbare Lichtfünkchen am Firmament sind? Oder gibt es so viele Engel, wie wir Haare haben?
Die Zahl aller Engel werden wir Menschen wohl nie genau bestimmen und wissen können. Dieses Wissen ist und bleibt der Schöpferkraft vorbehalten. Aber: Zahlreiche Engel sagen uns etwas zur Bedeutung von Zahlen. Sie geben uns wertvolle Hinweise, wie wir sie in diesem Buch der Engelzahlen beschreiben. Engelzahlen sind Botschaften der Engel, die sie uns über die Bedeutung jeder Zahl mitteilen. Es sind Hilfen, die wir von den Engeln erhalten, um im Alltag unseres Lebens und auf unserem spirituellen Weg mehr zu erfassen, besser klarzukommen und uns bewusster zu entwickeln.
Die Engel lassen uns die symbolische Bedeutung von vielen Zahlen erkennen. Aber sie weisen auch darauf hin, dass ein und dieselbe Zahl nicht für jeden und auch nicht in jedem Lebensbereich dieselbe Bedeutung hat. Ein Beispiel: Die 1 kann auftauchen als der Geburtstag, wenn jemand am 1. Mai geboren ist. Die 1 kann aber auch im Verlauf des Jahres als der erste Tag im Mai auftauchen, ohne dass alle Menschen nun gerade am 1. Mai Geburtstag feiern. Die 1 als Geburtstagzahl ist also etwas anderes als die 1 als erster Tag eines Monats. Als Hausnummer hat die 1 wieder eine andere, ganz spezielle Bedeutung. Und eine »reine« 1 etwa ist anders zu bewerten als eine 1, die erst aus einer Quersumme gebildet wird, beispielsweise von 2 + 8 bei 28, was zunächst zur 10 führt und dann zur 1 + 0 = 1.
Auch wenn Menschen am selben Tag geboren sind, zum Beispiel am 4.6.1976, dann kann die Bedeutung des 4. für sie unterschiedlich sein. In diesem Fall spielen zum Beispiel auch die Namen und ihre Zahlenbedeutung, die Namenszahl der Geburtsorte und vieles mehr eine Rolle.

Was ist Engelnumerologie?

Seit ungefähr zehn Jahren nehme ich die Engel an meiner Seite bewusst wahr. Es waren kleinere und größere Schritte, die mich auf meinem Weg bis zur Arbeit an diesem Buch hier brachten. Anfangs wurde meine Energiearbeit durch Engelaffirmationen und Engelrituale positiv ergänzt. Nach und nach folgten Beratungen mit Engelkarten, Vorträge, Workshops und einiges mehr. Durch zwei Numerologie-Grundseminare bei einer Seelenfreundin aus der Steiermark kam dann als vorläufig letztes dieser Bereich der Engelzahlen hinzu. Schritt für Schritt entwickelte ich mit Unterstützung meiner himmlischen Helfer meine ganz eigene Form: die Engelnumerologie.
Ich hatte mich immer schon für Zahlen interessiert, obwohl ich absolut nicht der logische Mathematik-Typ bin und dementsprechend in diesem Bereich auch etliche Probleme in der Schule zu meistern hatte. Aber ich merkte mir Zahlen einfach viel leichter als zum Beispiel Namen. In Vorbereitung auf eine »von oben« geführte Erweiterung meiner Engelarbeit durfte ich nach und nach die spirituelle Schwingung und Bedeutung von Zahlen, Daten, Tagen, Monaten und so fort erfassen. Ein Geschenk, das ich dankbar angenommen habe. Grundlage hierfür war, ist und bleibt für mich der sensitive Zugang zur Engelenergie und die aktive tägliche »Arbeit« mit ihnen.
Engelnumerologie ist eine Verbindung von speziellen Engelbotschaften, die ich für die jeweilige Zahl oder das Thema empfangen und weitergeben darf – unter Einbezug der numerologischen Grundqualitäten der betreffenden Zahlen bzw. Zahlenkombination. So wie jede andere aktive Engel- und Energiearbeit ist auch dieser Bereich für jeden Menschen erlernbar – mit den passenden Lehrern auf der weltlichen Ebene und der individuellen Führung aus dem geistigen Bereich. Und natürlich, nicht zu vergessen: mit Übung, Ausdauer sowie Urvertrauen und Fleiß.
Was wir aber niemals vergessen sollten: Engel sind Boten Gottes, sie stehen uns als Hilfe zur Seite. Es ist aber immer die Liebe und wunderbare Energie der schöpferischen Quelle – die viele Menschen zunächst als Gott bezeichnen, als kosmische Kraft, als Universum oder Große Mutter. Je nach Glauben manifestiert sich die Kraft, die wir spüren, empfangen und erleben dürfen, für viele auch in Jesus, im Heiligen Geist, in aufgestiegenen Meistern und eben auch in Engeln und Erzengeln.
Unsere Engel sind vor allem Vermittler und Überbringer aus der großen, wunderbaren Quelle. Dessen sollten wir uns auch bei der Engelnumerologie bewusst sein. Die Engel bringen uns der Quelle wieder nahe und schließen die Lücke zwischen Himmel und Erde. Sie fungieren als Helfer und zu unserem Schutz, sind jedoch nicht selbst schon »Gott« oder »das Universum« und wollen deshalb auch nicht von uns angebetet werden.
Engel sind Zeichen der Gnade und Liebe Gottes, so sehen wir Autoren dies, und wir dürfen sie dankbar und freudig in unser Leben, in unseren Alltag integrieren und ihre Hilfe und Unterstützung annehmen. Je offener wir für sie sind, umso intensiver, schöner und hilfreicher können sie uns begleiten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen von Herzen eine Menge Spaß, Leichtigkeit und liebevolle Engelenergie mit der »himmlischen Numerologie«.

2
Die Zahlen der Erzengel
Es gibt eine Vielzahl von Angaben zu den Hierarchien der Himmelswesen, zu den sogenannten Engelordnungen, und eine noch größere Zahl von Aufstellungen, welches die wesentlichen unter den vielen Erzengeln sind. Zu den Engelordnungen gehören Seraphim und Cherubim, Herrscher und Kräfte, Tugenden und Throne, Elohim und Malachim, Erzengel und Engel und weitere mehr. Jüdische und christliche Autoren machen hier oft widersprüchliche Mitteilungen. Auch darüber, welcher Engel überhaupt zu den Erzengeln zählt, wer »höher« steht und so fort, gibt es sehr unterschiedliche Ansichten.
Wir wollen dieses Thema zwar nur streifen, müssen aber doch kurz darauf eingehen, weil so viele unterschiedliche Angaben zu den Erzengeln und Engeln, zu ihren Namen und Zahlenzuordnungen umherschwirren. Wir glauben nicht, dass es eine einzige und alleingültige Meinung dazu gibt und dass man ein absolut gültiges Urteil treffen könnte.
Übrigens: Erzengel bedeutet einfach Herrscherengel. Erzengel sind also herausgehobene und besonders wichtige Engel. In der hebräischen Bibel finden wir diesen Begriff nicht. Man liest vielmehr von Elohim, den »Engeln Gottes«, von Melak Adonai, den »Engeln des Herrn«, von »Söhnen Gottes«, von »den Heiligen« und »den Höheren« oder »den Höchsten«. Es gibt allerdings in keiner Religion und in keinem Kulturkreis eine systematische und unangefochtene Hierarchie. Deswegen ist es, bei aller Begeisterung für Engel und Erzengel, manchmal sinnvoll, sich nicht allzu sehr auf angeblich feststehende Engelordnungen zu kaprizieren.

Traditionelle Engellisten

Hier finden Sie einfach zur Kenntnisnahme, vielleicht zum ersten Mal in dieser Zusammenstellung und ohne ein Urteil von uns, eine kleine Übersicht über 5 bekannte Erzengellisten. Es gibt aber über 30 verschiedene solcher Aufstellungen! Wir führen hier jeweils 7 Erzengel an, es gibt aber auch Reihen von 12 und mehr Erzengeln. Nach der islamischen Überlieferung gibt es übrigens nur 4, nämlich Gabriel, Michael, Azrael und Israfel.
Hier also die 7er-Listen von Erzengeln im jüdischchristlichen Religionsraum:
Buch Henoch I
(Der »äthiopische« Henoch)
1. Uriel
2. Raphael
3. Raguel
4. Michael
5. Zerachiel
6. Gabriel
7. Jeremiel
Papst Gregor der Große
1. Michael
2. Gabriel
3. Raphael
4. Uriel
5. Simiel
6. Orifiel
7. Zachariel
Christliche Gnostik
1. Michael
2. Gabriel
3. Raphael
4. Uriel
5. Barachiel
6. Sealtiel
7. Jehudiel
Pseudo-Dionysius
1. Michael
2. Gabriel
3. Raphael
4. Uriel
5. Chamuel
6. Jophiel
7. Zadkiel
Talisman-Magie
1. Zaphkiel
2. Zadkiel
3. Camael
4. Raphael
5. Haniel
6. Michael
7. Gabriel

Engel der Wochentage

Den sieben Wochentagen ordnet man gern ausgewählte Erzengel zu, und zwar aufgrund der Planeten, die die jeweiligen Erzengel »regieren« sollen. Auch hier gibt es keine einheitliche Meinung. Wir präsentieren nur wenige, um keine noch größere Verwirrung zu stiften, als angesichts der vielen Ansichten sowieso schon herrschen dürfte.
Bekanntlich sind in manchen unserer Namen für die Wochentage auch gewisse Planetenzuordnungen enthalten. Sonntag und Montag als die Tage der Sonne bzw. des Mondes sind offensichtlich. Der Dienstag heißt auf Französisch Mardi, ein Hinweis auf den Planeten Mars; der Mittwoch Mercredi, was sich von Merkur ableitet. Donnerstag ist der Tag des germanischen Gottes Donar, der dem griechischen Göttervater Zeus entspricht und zum Planeten Jupiter gehört. Freitag enthält im Deutschen den Hinweis auf die Göttin Freia, im Französischen heißt er Vendredi und weist damit auf die Venus hin. Der Samstag heißt im Englischen Saturday, also der Tag des Planeten Saturn. Wir finden, dass diese uralten Zusammenhänge es wert sind, bei der Deutung von Wochentagen und Engelzahlen mit einbezogen zu werden.
 
Hier eine klassische Zuordnung:
Sonne – Raphael; demnach der Erzengel des Sonntags
Mond – Gabriel; Erzengel des Montags
Mars – Camael (bzw. Chamuel); Erzengel des Dienstags
Merkur – Michael; Erzengel des Mittwochs
Jupiter – Zadkiel; Erzengel des Donnerstags
Venus – Haniel; Erzengel des Freitags
Saturn – Cassiel (oder Uriel); Erzengel des Samstags
 
Diese Zuordnung von Erzengeln zu Wochentagen lässt aber nicht ohne Weiteres eine numerologische Reihenfolge zu. Denn mit welchem Tag beginnt die Woche, was ist der erste Tag? Die meisten von uns würden sagen, der Montag. So hat sich das in unserer modernen Welt eingebürgert. Im Christentum ist jedoch der Sonntag der »erste Tag der Woche«, da der Sonntag der »Tag des Herrn« ist. Das wird im Judentum und im Islam, wo Samstag bzw. Freitag eine wichtige religiöse Rolle spielen, naturgemäß ganz anders gesehen werden.
 
Die Ostkirche verehrt Michael, Gabriel, Raphael, Uriel, Selaphiel, Jegudiel und Barachiel für die Wochentage von Sonntag bis Samstag. In der koptischen Kirche finden wir Michael, Gabriel, Raphael, Suriel, Zadakiel, Sarathiel und Aniel. Eine katholische Entsprechung lautet:
Michael – Sonntag
Gabriel – Montag
Raphael – Dienstag
Uriel – Mittwoch
Sealtiel – Donnerstag
Jegudiel – Freitag
Barachiel – Samstag
 
Wenn man von der Sonne als Nummer 1 ausgeht, folgen dann Merkur und Venus als die Planeten, die der Erde am nächsten sind, oder doch erst der Mond und dann die anderen Himmelskörper? Eine plausible astrologisch-numerologische Zuordnung sieht unserer Ansicht nach so aus:
Sonntag: 1 – Sonne – der Sonnenengel, Raphael (oder Uriel)
Montag: 2 – Mond – der Mondengel, Gabriel
Dienstag: 3 – Mars – der Marsengel, Camael (bzw. Chamuel)
Mittwoch: 4 – Merkur – der Merkurengel, Michael
Donnerstag: 5 – Jupiter – der Jupiterengel, Zadkiel (oder Zachariel)
Freitag: 6 – Venus – der Venusengel, Haniel
Samstag: 7 – Saturn – der Saturnengel, Cassiel (oder Uriel)
 
Wenn wir aber ganz darauf verzichten, spezielle Engelnamen für den Wochentag zu gebrauchen, sondern stattdessen einfach nur Mondengel oder Venusengel und so fort verwenden, machen wir uns das Leben sehr viel einfacher – und trotzdem kommt alles das zum Ausdruck, was wichtig und stimmig ist. Da zahlreiche Autoren und Autorinnen dies aber wirklich auf völlig unterschiedliche Art und Weise betrachten und einschätzen, wollen wir die Zuordnung von Zahlen zu Erzengeln anhand der Abfolge von Wochentagen in diesem Buch von jetzt an nicht weiter verfolgen. Viel deutlicher und schlüssiger sind die Zahlenbedeutungen der Erzengel. Darum geht es im nächsten Abschnitt.

12 Erzengel, ihre Zahlen und Eigenschaften

Wir fangen mit den Grundzahlen von 1 bis 12 an, weil:
• es 12 Monate und 12 Tierkreiszeichen gibt,
• unsere Zeitrechnung und unsere Uhren auf der 12 basieren (12 Stunden hat der Tag und 12 Stunden die Nacht),
• es 12 Jünger (und wohl auch 12 Jüngerinnen!) gab,
• die 12 als eine Zahl der Vollkommenheit gilt,
• es 12 wichtige Erzengel gibt, deren Energie uns in praktisch jeder Lebenssituation auf besondere Weise helfen kann.
1. Michael
2. Gabriel
3. Raphael
4. Uriel
5. Jophiel
6. Chamuel
7. Zachariel
8. Haniel
9. Zadkiel
10. Raguel
11. Sandalphon
12. Metatron
Diese 12 wichtigsten Engel wollen wir nun etwas näher und vor allem in Bezug auf ihre jeweilige Zahl kennenlernen.

1: Erzengel Michael

Die 1 ist die symbolische Zahl für den Anfang von allem, was sichtbar ist. Durch die 1 drückt sich die Schöpferkraft aus. 1 ist die »Monade«, das noch nicht in Yang und Yin getrennte Tao, die Zahl für das »Einzelauge« oder das spirituelle Auge der Seele. Die 1 entspricht deshalb dem Erzengel Michael als dem höchsten Vertreter Gottes und als Wächter-,Schützer- und Richterengel auf sinnfällige Weise.

Themen der 1 in der Engelnumerologie

All-Eins-Sein; mir allein genügen, mich mit mir selbst wohlfühlen; Selbstständigkeit, Unabhängigkeit; allein Entscheidungen treffen können und Handlungen darauf folgen lassen; immer wieder im Laufe des Lebens neue Themen, Menschen und Bereiche sowie kleinere und größere Neuanfänge; Erneuerung im Innen und Außen; auch Einzelgängertum und Außenseiterrolle.

Erzengel Michael in der Tradition

Sein Name bedeutet »Der wie Gott ist«. Andere Übertragungen lauten »Wer ist wie Gott?«. Michael gilt im Judentum und im Christentum allgemein als der »höchste« Erzengel. Im Islam rangiert Gabriel manchmal noch höher. Mit den Hierarchien ist das aber so eine Sache, wie wir inzwischen ja wissen. Manche Quellen sagen, dass Michael der alten chaldäischen Religion entstammt, wo er als »Gott« verehrt wurde. Er ist der Engelsfürst Israels, der Erzengel, der Abrahams Hand Einhalt gebot, als dieser bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern, der Hüter Jakobs, der Bezwinger Satans.
 
So heißt es in der Johannes-Offenbarung: Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt... (Off. 12,7-9).
Das Feuer im brennenden Busch, das Moses sah, soll Michael geglichen haben. Im Zend Avesta, der heiligen Lehre der altpersischen Religion, sieht man in Michael auch den Erlöser der Gläubigen. Manchen Quellen zufolge hat er den Psalm 85 verfasst. Michael wird bisweilen auch als »Vorläufer« der Schechinah, des heiligen Glanzes und der Gegenwart Gottes in der Welt, betrachtet.
Seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld 955 gegen damals noch nicht christianisierte Reiterhorden aus Ungarn wurde er zum Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches, später auch von Deutschland. Papst Pius XII. hat Erzengel Michael 1950 zum Schutzpatron der Polizisten ernannt. Zahlreiche Kirchen sind Michael geweiht, und an vielen Orten soll er erschienen sein. Zu den bekanntesten zählen der Monte Sant’Angelo in Süditalien und der Mont St. Michel im Nordwesten Frankreichs. Sicher finden Sie auch ganz in Ihrer Nähe eine St.-Michaels-Kirche.

2: Erzengel Gabriel

Die 2 symbolisiert die Begegnung des Einen mit einem Zweiten, die Begegnung des Ich mit einem Du und die Erkenntnis, dass sich in der einen Schöpfung mehr als nur eine Ausdrucksform manifestiert. Es kommt darin auch die Polarität, wie wir sie vom Wechselstrom her kennen (wobei »positiv« und »negativ« eben keine Werturteile darstellen!) zum Ausdruck. Erzengel Gabriel als Bote Gottes, der Maria die Empfängnis und Geburt Jesu verkündet und der dem Propheten Mohammed den Koran als neue Offenbarung vom Gotteswort überbringt, entspricht auch deshalb der 2.

Themen der 2 in der Engelnumerologie

Partnerschaft mit mir selbst, mit meinen Eltern, Kindern, Freunden, Kollegen und jedem anderen Menschen, natürlich auch mit dem persönlichen Lebenspartner bzw. der Lebenspartnerin; 2 Möglichkeiten, 2 Wege; die eigene Entscheidungsfreiheit; eine 2. Chance; Willensfreiheit; immer beide Seiten sehen, Partner bzw. guter, lebenslanger Freund und Seelenverwandte; die 2 Seiten des Gegenüber erkennen und annehmen können.

Erzengel Gabriel in der Tradition

Sein Name bedeutet »Gott ist meine Stärke«. Gabriel ist der Engel der Verkündigung, der Auferstehung, der Barmherzigkeit, des Todes und der Offenbarung. Gabriel kündigt die Geburt Jesu an, ein Bildmotiv, das wir auf zahlreichen Gemälden in christlichen Kirchen finden. Einer jüdischen Legende zufolge ist es Gabriel, der sündig gewordenen Städten Zerstörung und Tod bringt, so Sodom und Gomorrha. Mohammed berichtet, Gabriel habe ihm den Koran, die Heilige Schrift des Islams, als das Wort Gottes offenbart. In dieser Tradition gilt Gabriel als der »Geist der Wahrheit«.

3: Erzengel Raphael

Die 3