Barbara von Stryk wurde bei der NRZ zur Redakteurin ausgebildet und studierte anschließend Sprache und Schauspiel. Neben künstlerischen Projekten ist sie in der Aus- und Fortbildung tätig und arbeitet als Sprach- und Atemtherapeutin in Baden-Württemberg und der Schweiz.

Evelyne Golombek war im Erstberuf als Diplom-Sozialpädagogin in Berlin tätig, studierte danach Kunsttherapie und arbeitet seit nunmehr 30 Jahren als Kunsttherapeutin, Supervisorin und Dozentin in Süddeutschland.

Barbara von Stryk

Palmström
und Coronas Wellen

Mit Zeichnungen von Evelyne Golombek

Dieses Buch ist den unzähligen gesunden und symptomfreien Menschen gewidmet, die vor den Trümmern ihrer Existenz, ihrer Hoffnungen und Träume stehen…

Durchdringe dich mit Phantasiefähigkeit, habe den Mut zur Wahrheit, schärfe dein Gefühl für seelische Verantwortlichkeit.

Rudolf Steiner

Vorwort

Die Konfrontation mit dem Virus hat sich weltweit tief und nachhaltig in unsere Gesellschaft und Kultur eingegraben. Sie beherrscht unser Denken, spaltet die Gemeinschaft, verunsichert und lähmt. Wohl die wenigsten Menschen haben sich vor einem Jahr vorstellen können, dass die Corona-Krise so lange andauern, und die Maßnahmen sich immer mehr etablieren würden. Auch ich war davon ausgegangen, dass sich mit dem ersten Band der Virologie in Versen die Thematik erschöpft hätte. Die zunehmende Verschärfung der Situation und die unerwartet große und positive Resonanz der Leser mit der Bitte um eine Fortsetzung, haben mich dann doch wieder zu Stift und Papier greifen lassen.

Wieviel Ironie und Humor verträgt eigentlich ein Geschehen, das so viel Leid über die Menschheit gebracht und von beiden Seiten Opfer eingefordert hat? Erich Kästner nennt den Humor „den Regenschirm der Weisen“, Joachim Ringelnatz „den Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“ Bei Ereignissen, mit denen wir nur schwer fertig werden, und die uns fassungslos machen, können Übertreibungen und das Ausmalen absurder Zustände ein bewährtes Mittel sein, sich zu schützen und zu befreien. Die Liebenswürdigkeit Palmströms und die Genialität seines Freundes Korf mögen daran erinnern, dass auch Lachen gesund und trotz allem empfehlenswert ist.

Christian Morgenstern, zu dessen Galgenliedern seine Palmström-Erfindungen gehören, schreibt über diese Dichtungen erstaunlich aktuelle Worte:

„Wenn diese zwei, drei Büchelchen, die für mich ja doch bloß Beiwerkchen, Nebensachen bedeuten, nur ein bisschen geistige Leichtigkeit, Heiterkeit, Freiheit verbreiten, die Phantasie beleben, nur ein bisschen von der im Posthorn gefrorenen Musik der Seele wieder auftauen, so ist es genug. Sie sollen Entspannung bringen in einer Zeit, in der die Menschen von den Gelehrten nur Parolen empfangen, die nur in eine Sackgasse führen."

Mehr als 97 Prozent gesunde und symptomfreie Menschen erdulden und erleiden die Maßnahmen zur Virus-Bekämpfung, und dieses zum Teil mit großen und weitreichenden Folgen für die eigene Existenz und Gesundheit und unter gravierenden psychischen Belastungen. Besonders betroffen davon sind die Kinder und Jugendlichen, da sie offener und bildsamer sind als die Erwachsenen und viele der Ereignisse nicht einzuordnen vermögen.

Immer zahlreicher und lauter werden die Fragen nach der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen und werden in der Zukunft Antworten einfordern.

Von Herzen danke ich den vielen Menschen, die meine Arbeit unterstützt und gefördert haben- besonders auch Evelyne Golombek für die wunderbare, anregende Zusammenarbeit!

Nur die Weltanschauung, die nicht in toten Gedanken lebt, sondern die selber Leben ist, kann dem Leben dienen, weil dem Leben nur das Leben selbst der richtige Diener sein kann.

Rudolf Steiner