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Notgeiles Weihnachten | Erotische Geschichte

von Rebecca Perkins

 

Rebecca Perkins wurde 1980 in Hamburg geboren. Aus einer frühen Begeisterung für die deutsche Sprache erwuchs während ihres Germanistikstudiums die Liebe zum Schreiben. Die Lust an erotischer Literatur wurde durch ihren Mann geweckt, der ihr in liebevollen Briefen seine geheimen Leidenschaften offenbarte. Aus diesem erotischen Kick entbrannte die Lust, ihre Leser in die große Welt der Liebe mitzunehmen und ihnen die Spielwiesen der Lust zu zeigen. Ob und wie viele ihrer Geschichten der Wahrheit entsprechen, bleibt ihr Geheimnis. Nur so viel möchte sie verraten: „Von zart bis hart probiere ich gern Dinge aus!“

 

Lektorat: Marie Gerlich

 

 

Originalausgabe

© 2021 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © miljko @ istock.com

Umschlaggestaltung: Matthias Heubach

 

ISBN 9783750740624

www.blue-panther-books.de

Notgeiles Weihnachten von Rebecca Perkins

Melanie schaute zur Uhr. Noch dreizehn Minuten, dann kam endlich der Zug. Ungeduldig wartete sie im Bahnhofsgebäude der Kleinstadt. Es war vier Tage vor Weihnachten, ein ungemütlicher, nasskalter Tag. Das Thermometer zeigte minus zwei Grad an. Hier stand sie jetzt, in eine dicke, blaue Jacke gehüllt, mit Mütze, Handschuhen und dicken Winterstiefeln. Warum hab ich mich nur darauf eingelassen, meinen Bruder vom Bahnhof abzuholen? So gern würde ich jetzt in einer heißen Badewanne liegen und meinen Körper pflegen.

Da der kleine Ort nur über zwei Bahnsteige verfügte, war das Bahnhofsgelände übersichtlich. Es gab eine große Bahnhofshalle, die schon bessere Zeiten erlebt hatte und nicht beheizt war. Dennoch wartete Melanie lieber in der kalten Halle als direkt am Bahnsteig. Für die Nähe zu Weihnachten war relativ wenig los, was wahrscheinlich daran lag, dass dieser Tag ein Donnerstag war.

Dann fuhr der Zug in den Bahnhof ein. Melanie stand jetzt am Bahngleis und hielt Ausschau nach ihrem Bruder. Aus dem Zug stieg eine junge Frau, die aufgrund der Kälte dick eingepackt war. Mit ihrem Rucksack und einem großen Koffer war es nicht so einfach, die enge Zugtür zu passieren. Die Damen schauten sich in die Augen. »Franzi?«

»Melanie!«

Sie fielen sich in die Arme.

»Franzi, wie lange haben wir uns nicht gesehen?«

»Warte, das muss drei Jahre her sein.«

»Ja, auf dem Abschlussball der Schule. Du hattest dieses sexy rote Minikleid an, das ich so heiß fand.«

»Stimmt. Auf wen wartest du?«

»Auf meinen Bruder, ich muss ihn vom Bahnhof abholen. Und du?«

»Ich besuche meine Eltern. Wir müssen uns unbedingt treffen. Warte, wir tauschen Handynummern.«

Franzi nahm ihren Rucksack vom Rücken, stellte ihn vor sich hin und holte ihr Handy heraus. »Wie ist deine Nummer?«

»Hier, ich habe eine Visitenkarte.« Melanie fischte eine Karte aus ihrem Geldbeutel und übergab sie Franzi.