cover

Impressum:

Ich will erniedrigt werden | Erotischer SM-Roman

von Miu Degen

 

Miu Degen ist Ende dreißig, hat zwei Kinder und ist seit einiger Zeit geschieden. Nachdem sie sich mehrere Jahre als Hausfrau und Mutter vorrangig um ihre Kinder gekümmert hat, sind diese nun so weit, dass sie sich um sich selbst kümmern können. So bleibt Miu mehr Zeit für ihre eigene Lebensplanung. Es war schon immer ihr Traum, Schriftstellerin zu werden, um ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen teilen zu können.Ihre ersten sexuellen Erfahrungen hat sie selbst erst mit 19 Jahren gemacht. Von da an hat sie ihren Trieben und der Lust jedoch freien Lauf gelassen und viel experimentiert.Jetzt geht sie ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, nach und möchte anderen – Männern wie Frauen – Freude und Unterhaltung bieten.

 

Lektorat: A. K. Frank

 

 

Originalausgabe

© 2021 by blue panther books, Hamburg

 

All rights reserved

 

Cover: © alexkoral @ shutterstock.com

Umschlaggestaltung: MT Design

 

ISBN 9783750704930

www.blue-panther-books.de

Donnerstag, 1.11.2012

Anja König und Alexander Meyer waren seit über fünf Jahren ein Paar. Anja erinnerte sich noch gerne an ihr erstes Treffen. In einem chinesischen Lokal stand sie am Buffet und konnte sich nicht zwischen den gebratenen Nudeln mit Hühnerfleisch und dem mongolischen Rindfleisch mit Zwiebeln entscheiden.

»Sie können doch beides probieren. Ich finde die Nudeln aber unglaublich gut und das Rindfleisch ist etwas scharf.«

Anja drehte sich um und sah in zwei dunkelbraune Augen, die sie anstrahlten. Darunter befand sich eine spitze Nase, die über einem nun breit lächelnden Mund prangte. Dieses Lächeln löste in ihrem Herzen ein unglaublich wohliges Gefühl aus, das sie so schon lange nicht mehr verspürt hatte.

Mit ihren blauen Augen sah sie ihn nur ungläubig an und brachte keinen Ton mehr heraus.

Schüchtern fragte er: »Keinen Hunger mehr?« Er sagte es so vorsichtig, dass sie loslachen musste. Es war kein Auslachen, sondern ein sehr freundliches Lachen. Sein Gesichtsausdruck, der eben noch unsicher wirkte, hellte sich auf. Sogleich lachte er mit.

»Nein, ich … ich …« Sie konnte nicht anders, als ihn anzustrahlen. Und er strahlte zurück. Die gesamte Umgebung, das Essen, die Leute, denen sie im Weg standen und vor allem die Zeit, die verflog, waren plötzlich zur absoluten Nebensächlichkeit geworden.

Schnell fing sie sich wieder und lächelte ihn aber unvermindert an. »Vielen Dank für den Ratschlag. Ich werde die Nudeln probieren.« Langsam drehte sie sich von ihm weg, griff nach der Zange, die sich in dem Behälter mit den gebratenen Nudeln befand, und schaufelte sich eine Portion auf den Teller.

Der junge Mann rang mit sich, dann sprang er über seinen eigenen Schatten.

»Sagen Sie mir, ob mein Ratschlag auch gut war?« Er biss sich auf die Unterlippe und blickte sie noch immer ganz verlegen an. Sie drehte sich zu ihm und schenkte ihm den schönsten Augenaufschlag, den er je gesehen hatte. Ihre Worte hörte er nur noch aus weiter Ferne. Er sah sie nicken und ihr unglaublich süßes Lächeln.

Doch plötzlich drückte sich eine alte Frau an die junge Frau heran und fragte, ob sie auch mal ans Buffet dürfe. Anja und der junge Mann zuckten zusammen, grinsten und traten beiseite.

Sie schenkte ihm nochmals einen kurzen Blick, bedankte sich und ging gemächlich zu dem Tisch, an dem ihre Familie saß und aß ihre Nudeln. Ihr Bruder war damit beschäftigt, die gebratene Ente mit Reis in sich hineinzustopfen. Und dies mit einer Geschwindigkeit, als wenn es um einen Preis für den schnellsten Esser gehen würde. So erkannte nur ihre Mutter sofort die Veränderung.

»Gab es am Buffet etwas besonders Gutes?« Ihre Augenbrauen fuhren fragend nach oben und Anja verstand sofort, dass ihre Mutter Bescheid wusste.

Sie zuckte nur mit den Achseln und aß lächelnd weiter. Sie beeilte sich wie ihr Bruder, schnell fertig zu werden, damit sie alsbald erneut zum Buffet gehen konnte. Dort suchte sie in gedehnten Spaziergängen das nächste Essen aus. Die Portionen wurden kleiner und die Besuche am Buffet häufiger.

Nun sah sie den jungen Mann wieder und lächelte ihn an. Dieser wirkte zunächst unsicher, aber dann kam er doch schnellen Schrittes auf sie zu.

»Und? War mein Ratschlag gut?«

Sie nickte und bedankte sich bei ihm, und schon redeten und redeten und redeten sie, bis ihr Bruder Anja auf die Schulter tippte.

»Mama hat gefragt, wo du bist.« Jetzt wandte er sich an den fremden Jungen. »Gib ihr deine Handynummer, dann kann sie wieder zu unserem Tisch zurückkommen.«

Der junge Mann blickte Anjas Bruder verdutzt an, zog aber sofort sein Handy hervor und sie tauschten ihre Nummern aus.

Das war der Anfang. Sie schickten sich Nachrichten, telefonierten und trafen sich zwei Tage später in der Stadt. Es war total schön mit ihm. Sie erfuhr erst fünf Tage später, dass er Alexander hieß und nicht Alex genannt werden wollte.

Nach kurzer Zeit erfolgte der erste Kuss, wobei es für Anja viel zu lange gedauert hatte. Aber weder sie noch er waren von der schnellsten Sorte.

Es dauerte auch drei Monate, bis sie zum ersten Mal miteinander schliefen und das, obwohl Anja schon Erfahrung mit zwei anderen hatte und keine Jungfrau war.

Beim ersten Besuch bei ihr zuhause wurde er regelrecht ausgefragt.

Er war damals zweiundzwanzig Jahre jung, hatte eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und arbeitete nun in der Buchhaltung. In seiner Freizeit spielte er leidenschaftlich gerne Tischtennis.

Bei seinem ersten Punktspiel war sie mit dabei. Er verlor alles und sie tröstete ihn. Im Anschluss nahm der Mannschaftsführer sie beiseite und meinte, sie dürfe nicht mehr bei Punktspielen dabei sein. Alexander würde dann ganz furchtbar spielen. Das schockierte Anja zwar, aber ihm zuliebe ging sie auf den Deal ein.

Ihr erster Besuch bei seiner Familie war viel entspannter. Sie wurde eigentlich gar nicht ausgefragt. Sie erzählte von sich, dass sie einundzwanzig Jahre alt war, und Arzthelferin gelernt hatte. Seine Eltern waren sehr sympathisch und sehr nett.

Die Zeit mit Alexander war einfach nur schön. Sie wollte jede freie Sekunde mit ihm verbringen und nach ungefähr zwei Jahren kam die Idee auf, dass sie zusammenziehen wollten.

Aber bis dahin dauerte es noch drei Jahre. Zum einen war zwar die Idee da, aber der Impuls für die Umsetzung kam schließlich von Anjas Bruder, der auf das viel größere Zimmer seiner Schwester scharf war.

Sie suchten eine Weile. Da beide einen Job hatten, noch keine Kinder, gehörten sie zu den besseren Kandidaten für eine Zwei- oder Dreizimmer-Wohnung. Aber sie konnten sich oft nicht entscheiden. Und wenn sie so weit waren, dann war die Wohnung schon an jemand anderen vergeben.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

Sein Vater ging ein paarmal mit, und bei einer Wohnung schlugen sie auch zu. Es war eine zurückgesetzte Dachwohnung, mit einer recht großen Dachterrasse im vierten Stock. Und natürlich ohne Aufzug! Dafür knappe achtzig Quadratmeter, drei Zimmer und eine eigene Gästetoilette. Das gefiel Anja am besten.

Und dann war es endlich so weit. Am Donnerstag, den 1.11.2012 zogen sie ein und freuten sich auf ihre erste gemeinsame Nacht in der neuen Wohnung.

Sie waren total aufgeregt, gingen ins Badezimmer, putzten sich die Zähne und zogen sich die Schlafanzüge an. Schnell legten sie sich ins Bett. Alexander machte das Licht aus und kuschelte sich sofort an Anja heran.

Er küsste sie leidenschaftlich und sie erwiderte den Kuss. Sanft öffneten sich seine Lippen. Das unausgesprochene Zeichen, dass er Sex wollte. Sie ließ seine Zunge gewähren und spielte mit ihr. Seine Hände streichelten sanft über ihren Rücken. Sie lagen beide auf der Seite und küssten sich immer inniger.

Langsam schob sich seine Hand unter ihr Oberteil und sie glitt mit ihrer Hand in seine Hose. Sie streichelten sich. Seine Hand wanderte hoch zu ihren Brüsten und massierte sie vorsichtig und gefühlvoll. Das gefiel Anja und sie ließ ihre Hand langsam weiter nach unten gleiten.

Die Küsse wurden intensiver. Ein leises Schmatzen erklang, während ihre Hand seinen Hintern ergriff und zudrückte. Sie liebte diesen knackigen Arsch. Er sagte immer, dass es vom Tischtennis spielen käme, denn er müsse immer tief stehen.

Das war ihr egal, sie knetete ihn und das gefiel nicht nur ihr, denn am Schenkel spürte sie seine Erregung anklopfen und sanft rieb sie daran.

Seine Hand massierte abwechselnd die eine, dann die andere Brust. Ihre Warzen stellten sich auf und waren hart. Seine Finger kreisten darüber, was sie immer geiler machte.

Ihre Hand wanderte über seine Hüfte langsam nach vorne und erreichte seinen steifen Penis. Sanft umklammerte sie ihn und genüsslich zog sie die Vorhaut herunter.

Alexander stöhnte auf. Nun schob auch er seine Hand nach unten, in die Hose und unter den Slip, um ihr Schambein zu erreichen. Schon berührte er ihre Klitoris und kreiste gefühlvoll darüber. Er spürte ihre Hitze und das ließ seinen Ständer kurz vor Freude zucken.

Sie bewegte im gleichen Takt ihr Becken, doch plötzlich zog er sich zurück, löste den Kontakt zu ihren Lippen und drehte sich auf den Rücken, um die Hose herunterzuziehen.

Das war auch das Zeichen für Anja. Auch sie zog ihre Schlafanzughose und den Slip aus. Ihr Oberteil wanderte fast gleichzeitig zum Hals hoch.

Langsam bewegte er seinen Körper über ihren. Sie spreizte die Beine und er legte sich dazwischen. Sie kannten das Spiel schon in- und auswendig.

Sein Körper rutschte etwas höher, bis sich seine Spitze auf ihr Schambein legte. Während ihre Zungen weiter miteinander spielten, bewegte er sein Becken hin und her und stieß etwas unkontrolliert zu.

Anja kippte ihr Becken und endlich fühlte sie seine Eichel an ihrer feuchten Vagina. Langsam drang er in sie ein.

Beide stöhnten und beendeten das Küssen. Im Halbdunkel des Schlafzimmers, das Licht der Stadt schien gedämpft herein, blickten sie sich in die Augen, während er langsam begann, sich mit sanften Stößen in ihr zu bewegen.

Es war ein wunderschönes Gefühl und Anja umklammerte ihn noch fester. Sie genoss seinen Penis in sich und noch viel mehr, als es immer heißer wurde. Das Ziehen und Kribbeln wurde zu einem leichten Orkan.

Leider bewegte sie sich etwas schneller als er, sodass sie nicht immer den gleichen Takt erwischten. Mal stießen beide gleichzeitig zu, mal stieß er zu und sie zog sich gerade zurück.

Alexanders Atmung wurde schneller und sie spürte, wie er sich verkrampfte. Sie wusste, dass es gleich so weit war. Er würde kommen. Er würde in ihr kommen und sein Sperma in sie hineinspritzen.

Und nun war es soweit. Er stöhnte lauter, sein Penis zuckte in ihrer Vagina. Er verkrampfte sich etwas, während sie ihn aufmunternd streichelte. Es war schön. Noch schöner wäre es, wenn sie auch ihren Höhepunkt bekam, aber das war von der Tagesstimmung und dem Vorspiel abhängig. Heute hatte es halt nicht sein sollen. Wahrscheinlich die Aufregung und die neue Umgebung.

Sie spürte, wie sein Sperma aus ihr herauslief, während sie sich wieder anzog. Anschließend kuschelten sie zusammen und bald schliefen sie ein.

Samstag, 15.12.2012

Nun wohnten sie schon sechs Wochen zusammen und es funktionierte wirklich gut. Sie teilten sich die Hausarbeit auf: Waschen, kochen, putzen und einkaufen. Seine und ihre Eltern kamen regelmäßig zu Besuch und dabei fiel Anja auf, dass sie kaum noch einen Freundeskreis hatten. Bevor sie Alexander kennengelernt hatte, war ihr Freundeskreis zwar klein, aber doch vorhanden gewesen. Aber mit Alexander hatte sich dies alles verändert. Sie verbrachte am liebsten die Zeit mit ihm. Aber in den letzten Wochen war ihr aufgefallen, dass sie eigentlich nur noch zuhause blieben, auf der Couch kuschelten und fernschauten.

Heute hatte Alexander kein Spiel, so konnten die zwei gemütlich ins Kino gehen. Händchenhaltend liefen sie in den Vorraum. Anja hatte drei Filme im Internet recherchiert, die sie gerne sehen würde, und nun standen sie vor der großen Anzeigetafel und überlegten, in welchen sie gehen wollten.

Fünf Minuten später waren sie noch immer nicht weiter. Es standen ein Actionstreifen, ein Science-Fiction-Film und ein Drama auf dem Programm. Und sie konnten sich nicht entscheiden.

Der Actionfilm wäre schon ganz gut, aber der ging Alexander zu lange. Der Science-Fiction war nicht so ganz nach Anjas Geschmack. Sie hatte ihn nur in die Auswahl mit aufgenommen, weil sie dachte, Alexander würde darauf stehen. Also gingen sie in das Drama.

Das Kino war nur zu ungefähr zehn Prozent gefüllt und somit konnten sie sich sehr gute Plätze aussuchen. Sie bekamen einen »Love Chair«, also einen Zweiersitz ohne Zwischenlehne. Das war toll und so konnte sie sich an Alexander kuscheln.

Es wurde dunkel und die Werbung startete. Anja küsste Alexander, um die Zeit zu überbrücken, und er erwiderte den Kuss. Leidenschaftlich spielten die Zungen miteinander. Aber schon ging der richtige Film los. Der Vorhang öffnete sich noch weiter und die Filmlogos der Produktionsfirmen wurden gezeigt. Es folgten die Hauptdarsteller und der Filmtitel.

Anja küsste erneut Alexander und sie verspürte auf einmal eine unbändige Lust. Es wirkte so verboten, hier im Kino. Es war kaum etwas los und auf den umliegenden Sitzen gab es keine weiteren Zuschauer. Der nächste, ein vielleicht fünfzigjähriger Mann, saß zwei Reihen vor und ungefähr sieben Sitze links vor ihnen.

Sie küsste ihn auf den Hals und legte ihre Hand auf seinen Schenkel und streichelte ihn dort, während sie sich weiter küssten.

Die Musik war laut und im Vorspann waren nur Bilder von Menschen zu sehen. Anja ignorierte sie und ihre Gedanken schweiften plötzlich ab. In ihrer Fantasie stellte sie sich vor, wie sie ihren Freund zwischen den Beinen streichelte, wie sie seine Hose öffnen und seinen Penis herausholen würde.

Gleichzeitig würde auch er sie streicheln. Zuerst auf ihren Klamotten: auf ihrem Pulli, ihrer Hose, ihrem Schritt. Dann glitten seine Hände unter ihren Pullover, um ihre Brüste im BH zu liebkosen. Und ihre Zungen würden miteinander leidenschaftlich spielen.

Bei diesem Gedanken wurde ihr sehr schnell heiß und sie verspürte nicht nur in ihrem Unterleib dieses verlangende Ziehen, sondern auch an ihren Brüsten, deren Warzen hart wurden, sich aufstellten und gegen den BH drückten.

Wie schön wäre es nun, so gestreichelt zu werden und ihn zu verwöhnen. Sein Glied zu spüren, seinen Ständer zu massieren und ihm einen runterzuholen.

Bei diesem Gedanken wurde es plötzlich noch heißer in ihrem Unterleib und sie musste grinsen. Oder sogar noch mehr? Diesen Gedanken verwarf sie sogleich. Sie müsste ihre Hose ausziehen, um … Nein, das ging gar nicht.

Alexander löste sich ganz plötzlich von ihr und beendete somit ihren leidenschaftlichen und heißen Kuss.

»Willst du den Film nicht sehen?«, fragte er sie und deutete mit dem Kopf zur Leinwand. Dort war aus der Perspektive eines Autofahrers eine Landstraße zu sehen. Wohl irgendwo in Amerika, denn außer Sand und einzelner Büsche befand sich am Straßenrand nichts. Und die Sonne stach unbarmherzig vom Himmel herab.

Na, hoffentlich hat der Fahrer eine Klimaanlage, dachte sich Anja und musste erneut grinsen. In dem Auto war es bestimmt so heiß wie in ihrem Schoß. Sogleich packte sie aber das schlechte Gewissen. Solchen obszönen Gedanken durfte sie nicht nachgehen. Sie blickte wieder Alexander an.

»Doch, aber das war so schön.« Ihre Augen himmelten ihn an.

»Wir können gerne nach dem Kino weitermachen«, sagte er, ebenfalls süß lächelnd.

Der Film war sehr schön, aber dennoch traurig. Ein Mann, der einfach Pech hatte, dann aber durch einen großen Zufall - Anja war der Meinung, solche Zufälle gäbe es im wahren Leben nicht - kam er zu Geld, Frau, Haus und auch noch zu zwei schnuckeligen Kindern. Am Ende starb er jedoch an Krebs.

Das einzig Aufregende war die Bettszene in der Mitte des Films. Sie war zwar dunkel gehalten, aber der Mann schlief zwei Mal mit der Frau, die er einige Male zum Höhepunkt trieb. Dabei verspürte Anja eine unbekannte Sehnsucht. Alexander hatte es noch nie zwei Mal hintereinander mit ihr gemacht.

Am Ende des Films, während im Abspann noch erwähnt wurde, dass keine Tiere zu Schaden gekommen waren, überlegte sich Anja, was für eine Botschaft dieser Filme hatte. So lange zu leben, bis man starb? Wow, das war mal echt neu! Aus seinem Leben etwas machen, bevor man starb? Na ja, das wäre bestimmt sinnvoll. Überhaupt etwas im Leben machen, bevor man starb? Was bedeutete überhaupt: Leben? Man müsse das Leben genießen, sagte ihre Oma immer. Aber wann genoss man denn sein Leben? Genoss sie denn ihr Leben?

Sie blickte beim Verlassen des Kinos Alexander von hinten an. Genoss sie ihr Leben mit ihm? Ja, sie dachte schon. Händchenhaltend spazierten sie aus dem Kino raus.

»Und? Was sollen wir jetzt tun?«, fragte er und drückte dabei fester ihre Hand.

»Mmmmh, ich weiß nicht. Sollen wir nach Hause gehen und da weitermachen, wo wir beim Beginn des Films aufgehört haben?«

Seine Augen begannen zu leuchten, kühlten jedoch schnell wieder ab. »Können wir machen. Aber wenn wir schon in der Stadt sind, dann könnten wir doch auch noch irgendwo hingehen.«

Anja überlegte kurz und nickte eifrig. Es stimmte schon. Heute waren sie das erste Mal, seitdem sie zusammengezogen waren, abends wieder unterwegs.

»Das klingt gut. Wo sollen wir hingehen?«

»Ich weiß nicht. Worauf hättest du Lust?« Alexander zuckte mit den Achseln bei diesen Worten.

»Weiß auch nicht. Wie wäre es mit dem Kermit? Da waren wir schon lange nicht mehr.«

»Mmmmh, stimmt. Aber hängt da nicht dein Ex-Freund oft rum?« Alexander blickte Anja prüfend an. Wie würde sie reagieren, wenn sie ihrem Ex über den Weg lief? Früher hatte sie sich immer aufgeregt. Und heute?

»Ja, das stimmt. Dann lass uns lieber woanders hingehen.«

»Okay, und wohin?«

So diskutierten sie noch eine Weile. Vorschläge wurden gemacht und wieder verworfen. Mehrere Minuten später beschlossen sie, doch nach Hause zu gehen, denn dort war das Trinken einfach billiger und es war ruhiger.

In ihren vier Wänden saßen sie auf der Couch und Anja hoffte auf ein paar Kuscheleinheiten, die hoffentlich zu mehr führen würden, aber da fing Alexander mit der Story an. »Hast du verstanden, um was es in diesem Film eigentlich ging?« Sein Blick war fragend auf sie gerichtet.

Anja nahm gerade noch einen Schluck aus ihrem Glas und schüttelte den Kopf. »Ganz ehrlich? Nein. Ich habe keine Ahnung, was mir der Film sagen wollte. Die Bilder und die Kamerafahrten waren schön und die Schauspieler haben gut gespielt, aber sonst …« Sie zuckte mit den Achseln.

»So geht es mir auch«, sagte er achselzuckend und lachte etwas gekünstelt. »Na gut, dann lass uns mal sehen, was im Fernsehen kommt.« Er griff nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher an.

Anja verspürte eine leichte Enttäuschung, denn eigentlich hatte sie gehofft, dass sie weiter knutschen und sich streicheln würden und vielleicht auch noch … Sie lächelte, während Alexander von Programm zu Programm umschaltete.

Auch hier konnten sie sich nicht wirklich entscheiden, was sie anschauen wollten und nachdem sie mindestens vier Filme mehr oder weniger gleichzeitig, wenn auch nur in Teilen, gesehen hatten, beschlossen sie ins Bett zu gehen.

Im Badezimmer hatte sie ihre Kleidung bis auf den Slip ausgezogen und wollte gerade ihr Nachthemd überziehen, da drückte sich Alexander von hinten an sie heran. Sie spürte seine Erregung durch seine Schlafanzughose und begann selbst mit ihrem Hintern daran zu reiben.

»Hey, was ist denn das?«, fragte sie lächelnd und blickte ihn im Spiegel an.

Alexander schob ihre schulterlangen Haare beiseite und küsste sie am Hals. »Das ist meine Freude darüber, dich zu sehen. Dich und deinen wahnsinnig geilen Körper.« Er atmete schwer und küsste sie erneut. Ein angenehmer Schauer lief ihr den Rücken herunter und sie genoss seine Liebkosungen.

»Das ist eine schöne Freude«, sagte sie leise und hob ihren linken Arm, um seinen Kopf zu streicheln.

»Oh, ich liebe dich so sehr.« Er legte seine Hände auf ihre Hüften und begann sie sanft zu streicheln. Langsam bewegten sich die Hände aufwärts, bis sie ihre Brüste gefunden hatten. Gefühlvoll streichelte er darüber, sodass sich die Warzen fast augenblicklich aufstellten.

In Anjas Unterleib begann es warm und feucht zu werden. Fast so wie im Kino und sie genoss diese Gefühle, die in ihr aufpoppten. Ihr Bauch zog sich immer wieder zusammen und das Kribbeln darin wurde stärker und stärker.

Die Ungeduld kämpfte mit dem Anstand und dem Praktischen.

»Komm, lass uns schnell hier fertigmachen, dann gehen wir ins Bett, ja?«, sagte sie mit schwerer, belegter Stimme.

»Mmmm, ich würde jetzt viel lieber hier …« Es ging ein sanfter Ruck durch seinen Körper und er löste sich geschwind. »Okay, lass uns hier schnell fertigmachen, dann gehen wir ins Bett. Ich freue mich schon.« Sein Lächeln bestand aus einer Mischung aus Lust und Freude. Vorfreude!

Sie putzten sich schnell die Zähne und wuschen sich.

Alexander war schon im Bett, als sie mit Nachthemd hineinstieg. Er löschte das Licht, und sogleich suchten sich die Münder, fanden einander und begannen sich erneut zärtlich zu küssen.

Sie streichelten sich. Zunächst auf dem Stoff, danach darunter. Es war einfach wunderschön, ihn zu spüren und auch, wie seine Erregung stetig zunahm. Sie bemerkte seine Ungeduld, sie endlich spüren zu dürfen. Das wiederum erregte auch Anja. Er war so scharf auf sie, wie sie auf ihn, auch wenn sie das niemals zugeben würde.

Sie zogen sich schnell selbst aus, dann spielten die Hände mit den Geschlechtsorganen des anderen. Während die Zungen einander berührten, streichelten seine Finger ihre Vagina und ihre Brüste, während ihre rechte Hand seine Vorhaut auf und abschob. Dabei wurde sie immer schneller und er stöhnte lauter.

Plötzlich entzog er sich ihrer Hand und krabbelte zwischen ihre Beine. Sie verstand und spreizte sie, ließ ihn dazwischen und öffnete ihre Lusthöhle.

Er legte sich auf sie und platzierte seinen harten, großen Stab direkt vor ihrem Eingang. Sanft schob er ihn hinein.

Beide atmeten hörbar aus, während sein Schaft langsam in sie hineinglitt. Tiefer und tiefer bewegte er sich, bis seine Leisten an ihren klebten.

Anja machte ein lüsternes Geräusch und Alexander stöhnte erregt aus. Dann hob er seinen Unterleib, um danach erneut tief in sie einzutauchen.

Für Anja fühlte es sich einfach nur genial an. Er füllte sie aus. Er rieb an ihren Schamlippen und machte sie heißer und feuchter. Und bei jeder Bewegung wurde sie geiler.

Das machte er einige Male, bis sich seine Atmung beschleunigte und Anja spürte, wie sein Körper sich verkrampfte. Es folgte ein leichter Ruck, und sein Sperma ergoss sich in ihre Grotte. Sie lächelte ihn im Halbdunkel an und streichelte ihm über den Kopf.

Alexander atmete schwer und zuckte nochmals, dann vernahm sie sein zufriedenes Schnaufen. Sie presste ihre Lippen auf seine und er antwortete mit der Zunge.

Sie küssten sich, bis Alexander sich langsam zurückzog. Sein Penis war schon wieder geschrumpft und glitt mühelos aus ihr heraus. Er legte sich neben sie.

Weiterhin streichelte sie seinen Kopf. »Hey, in dem Film vorhin hat der Mann zwei Mal mit der Frau geschlafen. Bekommen wir das auch hin?« Sie sprach extra von ›wir‹, um ihn nicht unter Druck zu setzen. Sie hörte davon, dass manche Männer unter Druck gar nicht konnten. Also musste sie vorsichtig an das Thema rangehen.

»Mmmmh, ich weiß nicht. Wir können es mal versuchen.« Er lächelte sie an und Anja griff nach seinem Wurm und begann ihn zu verwöhnen. Das war schwer, denn in diesem weichen Zustand ließ er sich nicht richtig reiben. Sie versuchte es mit schnellen Bewegungen, aber nichts passierte.

»Tja, dann wohl nicht, was? Wir sind wohl doch schon zu müde.« Sie bemühte sich, nicht vorwurfsvoll zu klingen.

»Du … du … du könntest versuchen, …«, begann Alexander unsicher und stotternd.

»Was? Was könnte ich versuchen?« Anja lächelte ihn auffordernd an, obwohl sie wusste, dass er es wahrscheinlich nicht sehen konnte.

»Du könntest ihn etwas fester drücken und langsam und gefühlvoll auf und ab.«

Anja verspürte einen leichten Stich im Herzen. Sie machte es nicht gut. Wahrscheinlich machten es andere besser. Womöglich würde er es sich nun lieber selbst machen? Und sie? Wozu brauchte er sie dann?

Sie überwand den Stich und drückte etwas fester den Gummiwurm, und begann langsam die Vorhaut des glitschigen Teils auf und abzuschieben. Zunächst passierte nichts, aber plötzlich regte sich das Glied in ihrer Hand.

»Oh ja, das ist geil«, flüsterte Alexander heiß und Anja vertrieb die negativen Gedanken darüber, sie wäre nicht gut genug. Sie konnte es doch, aber leichte Zweifel blieben in ihr haften. Sie rieb weiter und freute sich darüber, dass sein Glied immer weiter anwuchs. Schön wäre es jetzt, wenn er sie auch streicheln würde. Wenn er sie auch heißmachen würde. Wenn er sie vorbereiten würde, dass sie auch schnell kam.

Aber Alexander lag nur da, während Anja seinen immer größer werdenden Stab rieb. Sie spürte, wie auch bei ihr die Erregung zunahm. Der Sex zuvor war schön, aber nicht befriedigend. Jetzt aber spürte sie mehr. Mehr Lust. Mehr Verlangen. Mehr Gier. Ihre Hand rieb noch schneller und Alexander stöhnte lauter.

»Und? Bereit für einen zweiten Satz?« Sie grinste ihn an und er zurück.

»Klar, gehen wir in die Verlängerung!« Er legte sich wieder zwischen ihre Beine und während seine Hand den feuchten, harten Stab zu ihrer Lustgrotte führte, küsste er sie. Erneut drang er ein, tief in ihren Unterleib, der sogleich stark reagierte.

Sie genoss das Gefühl, mit ihm zu schlafen. Seinen Penis in sich zu spüren und sich gemeinsam mit ihm zu bewegen. Seine nackte Haut auf ihrer zu fühlen und sich sinnlich daran zu reiben.

Gefühlvoll schob er seinen Spieß in sie hinein und zog ihn wieder raus. Und wieder rein. Und wieder und wieder.

Dieses Mal dauerte es länger. Viel länger, und sie bemerkte, dass ein Sportler einfach eine gute Ausdauer hatte. Zumindest eine bessere als jemand, der keinen regelmäßigen Sport betrieb. So wie sie.

Die Matratze unter ihr ächzte bei jedem Senken von Alexanders Körper, gepaart vom schweren Atem der beiden. Niemand stöhnte laut auf, es war eher verkniffen und zurückhaltend.

Anja spürte endlich, was sie so lange vermisst hatte. Ihr Höhepunkt kündigte sich an. Die Impulse kamen immer schneller. Die Wogen schienen immer höher zu werden. Ihre Atmung beschleunigte sich und ihr Stöhnen wurde nun doch deutlicher. Ihr Unterleib stieß schneller und fester nach oben, und nun passierte es. Ihre Hände lagen auf seinem Hintern und zogen seinen Unterleib fester an sich heran.

Ihr Körper begann sich zu verkrampfen und Anja presste ihre Lippen aufeinander. Ihr Bauch zog sich zusammen und sie begann sanft zu zittern. Dann ein Ruck, den sie nicht verhindern konnte, und sie atmete lüstern und zufrieden tief aus. Es folgte ein nächster, leichterer Ruck und ihr Höhepunkt klang langsam ab.

Alexander bewegte sich derweilen weiter, bis er nur einige Sekunden nach Anja ebenfalls zu seinem Höhepunkt kam. Es war etwas unspektakulärer. Sie spürte sein Glied in sich zucken, während er die Luft anhielt.

Sein Körper entspannte sich sehr schnell wieder und er zog seinen Penis aus ihr heraus. Schwer atmend legte er sich neben sie und lächelte glücklich. »Wow, das war toll!«, hechelte er. Er küsste sie, dann zogen sie sich wieder an, um noch etwas zu kuscheln.

Anja spürte, wie das Sperma aus ihr herauslief. Sie wusste, dass sie in ihrem Slip einen mächtigen Fleck haben würde und wie so oft würde sie daran riechen, wenn sie ihn in die Waschmaschine steckte. Das hatte sie noch nie jemandem erzählt, das war ihr Geheimnis.

Einmal hatte sie auf der Toilette gesessen und im Wäschekorb einen Slip ganz oben liegen sehen. Sie nahm ihn, roch daran und begann zu masturbieren. Alexander war damals nicht da, sonst hätte sie das niemals gemacht. Aber es war aufregend, aber auch falsch, das wusste sie und schämte sich anschließend dafür. Sie hatte das nie wieder getan und sich auf das Schnüffeln beschränkt.

Alexander war nun eingeschlafen, wie Anja an den gleichmäßigen Atemzügen hörte. Sie konnte noch nicht schlafen. Es beschäftigte sie noch immer, dass er ihr sagen musste, wie sie ihn streicheln sollte. War das so schwer? Sie hatte schon früher ihren Freunden einen runtergeholt. Und auch Alexander hatte sie es in der Anfangsphase öfters mit der Hand gemacht.

Aber anscheinend machte sie es nicht richtig. Oder zumindest nicht so gut, dass er einen ›Harten‹ bekam. Irgendwann, mitten im Grübeln, schlief Anja dann doch ein.

Donnerstag, 17.01.2013

Fast fünf Wochen waren nun vergangen und sie hatten in dieser Zeit vier Mal Sex miteinander. Ihr fiel auf, dass sie sich gerade auf ungefähr ein Mal pro Woche einspielten. Zu mehr kamen sie nicht. Er war wieder im Training und sie war im Job gestresst und oft sehr müde. Zwei Mal musste sie seine Anmachversuche abblocken, was er sofort akzeptierte, aber dennoch spürte Anja seine Enttäuschung.

Das tat ihr dann immer leid und ganz tief in ihrem Inneren keimte eine Angst auf: Die Angst, dass er sich eine andere suchen würde, mit der er häufiger Sex haben konnte. Und vielleicht würde diese auch öfter einen Höhepunkt mit ihm haben.

Die letzten vier Mal machten sie es immer nur einmal. Alle Versuche von ihr wurden von ihm abgeblockt. Es war fertig, müde oder es war schon zu spät und sie mussten am nächsten Tag früh aufstehen. Oder, oder, oder.

Sie hatte in dieser Zeit keinen einzigen Höhepunkt mit ihm. Betonung: mit ihm. Sie machte es sich dann hin und wieder selbst.

Heute saß sie auch wieder alleine auf der Couch und schaute, was im Fernsehen so kam. Sliver gab es im Angebot. Irgend so eine Geschichte von einem Hochhaus, von dem sich eine Frau in den Tod stürzte. Die Nachmieterin hatte gerade Sex mit Alec Baldwin und diese dunklen, undeutlich dargestellten Szenen regten Anjas Fantasie an.

Sie saß mit einer Jogginghose und einem Sweatshirt bekleidet da und begann ihre Beine zu streicheln, die sich langsam wie von selbst öffneten.

Im Fernseher sah sie die beiden dunklen Gestalten, wie sie an der Säule lehnten und er sie von hinten küsste und auszog. Fast so wie vor ein paar Wochen im Badezimmer, dachte sich Anja und schob sanft ihre Hand in die Hose.

Schnell blickte sie zu den Fenstern und kontrollierte, ob auch alle Jalousien unten waren, anschließend streichelte sie ihre Haut an den Schenkeln.

Gerade bumste der Mann die Frau von hinten und sie hörte beide lüstern stöhnen.

Das gefiel ihr und ihre Finger glitten über ihren Schritt, der ihren Slip schon schön feucht machte. Sie zog ihn beiseite und konnte nun ihre Schamlippen und den Kitzler direkt streicheln. Leise stöhnte sie auf, als eine Art Antwort auf das Stöhnen im Fernseher.

Ihre linke Hand glitt unter ihr Sweatshirt und schob ihren BH höher, sodass sie an ihre Brüste kam. Nochmals schnell der Blick zur Uhr. Noch nicht mal 21:30 Uhr. Vor 22:15 Uhr kam Alexander nicht nach Hause. Ihre Finger streichelten sinnlicher und fester. Schneller rieben sie über ihren Nippel und über den Kitzler. Sie spürte die feuchte Hitze in ihrem Schritt.

Ihre Schenkel öffneten sich weiter und schufen so mehr Platz, um an ihre Schamlippen zu gelangen. Hier war es noch feuchter und noch heißer.

Im Fernsehen sah Anja, wie sich der dunkle Kopf der Frau vor dem Schoß des Mannes auf und ab bewegte. Hin und her und sie wusste, dass er einen geblasen bekam.

Sie fand das immer ekelhaft, aber hier und jetzt, in diesem Moment, machte sie es geiler und geiler. Oder war es die Hand von dem Mann, der den dunklen Kopf zu sich zog und die Geschwindigkeit vorgab? Als wenn er eine Pumpe bedienen würde.

Dieser Gedanke brachte sie zum Lächeln, ließ sie aber noch heißer werden. Was würde sie machen, wenn Alexander sich das mal von ihr wünschen würde? Wenn seine Hand ihren Kopf nach unten drücken und sie dazu bringen würde, ihm einen zu blasen, sein Glied in ihren Mund zu nehmen, und sie ihn riechen und schmecken könnte?

Riechen fand sie geil, aber schmecken? Nein, das wollte sie nicht. Aber dennoch spürte sie die immer stärker werdende Erregung in ihrem Unterleib, die sich bei den Gedanken einstellte.

Ihre Finger rieben immer schneller und hastiger über ihre Schamlippen und den Kitzler. Ihre andere Hand drückte die linke Brust und zog an ihrer Warze, die hart und steif abstand.

Sie wurde immer geiler und das Gefühl in ihrem Unterleib immer mächtiger. Das Stöhnen aus dem Fernseher wurde lauter, aber sie nahm es fast nicht mehr wahr. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich nur noch auf ihren Körper und die Gefühle, die sich darin fast schon überschlugen.

Sie dachte an Alexander, wie er es ein zweites Mal mit ihr trieb. Sie dachte an ihre feuchte Grotte, die sie gerade rieb. Sie dachte an ihre Brüste, die sie soeben massierte. Sie dachte an den Sex, den die Frau in dem Film eben von hinten hatte. Sie dachte an den Blowjob, den sie dem Mann schenkte.

Da passierte es. Es überkam sie wie ein Orkan. Ihr Unterleib zuckte und ruckte nach oben. Ihre Finger glitten dabei tief in ihre Vagina hinein. Leise schrie sie auf und presste ihre gesamte Hand fest auf ihr Schambein. Sie zuckte und zitterte. Ihre Beine bebten. Ihre Schenkel klappten nach innen und pressten sich fest aneinander. Krampfhaft hielt sie die Luft an.

Ein Ruck und ein dumpfer Ton, der tief aus ihrer Kehle entstieg. Ihr Höhepunkt schien länger anzuhalten als sonst. Länger als ein Höhepunkt mit Alexander. Er schien fast unendlich anzudauern. Und sie genoss ihn.

Tief atmete sie erstmals wieder durch und auf ihren Gesichtszügen zeigte sich ein tief zufriedenes Lächeln. Langsam öffnete sie wieder die Augen und atmete hörbar ein.

Sie zog gemächlich ihre Finger zurück und roch daran. Es war anregend. Ob Alexander den Geruch auch mochte? Sie war sogar fast geneigt, ihren eigenen Saft zu probieren, ließ es dann aber doch sein. So etwas Ekliges machte man einfach nicht.

Der Film spielte weiter und sie hatte den Anschluss zur Geschichte verloren. War aber nicht so schlimm, das Erlebte war es wert gewesen.

Wenn sie recht überlegte, war das wohl doch der beste Orgasmus gewesen, den sie je hatte. Lag es an der Inspiration durch den Film? Oder war sonst etwas anders gewesen? Sie konnte es nicht sagen, aber eines war sicher. So etwas wollte sie nochmals spüren. Und das so bald wie möglich.

Die Latte war nun höher gesetzt und diese Erwartung wollte sie unbedingt erfüllen.

Sie lächelte bei dem Gedanken, wie sie wohl Alexander dazu bringen konnte. Vielleicht müsste sie ihm doch mal einen blasen? Sie kicherte bei dem Gedanken und verwarf ihn sogleich wieder. So etwas machte sie nicht!

Die Uhr zeigte 22:21 Uhr, als Alexander hereinkam.

»Hallo, mein Schatz. Wie war dein Abend?« Er warf seine Sporttasche auf den Boden und ging zur Couch, auf der sie saß.

»Ganz normal. Ich habe ein bisschen ferngeschaut.« Sie stand auf und beide umarmten sich. Dabei gab er ihr einen langen Kuss ohne Zungeneinsatz.

Anja setzte sich wieder, während Alexander ins Bad ging, um seine Sporttasche auszuräumen. Wenige Minuten später saß er neben Anja und legte seine Hand auf ihren rechten Oberschenkel. Gemeinsam sahen sie das Ende von ›Sliver‹ an.

»Wie war der Film?«, wollte er wissen.

»Och, ja, ganz gut. Und bei dir?« Sie schaltete den Fernseher aus und blickte ihn an.

»Puh, ich bin voll fertig. Habe schwer trainiert. Heute war ein Neuer im Training. Der wird zur Rückrunde in unsere Mannschaft wechseln. Er heißt Timo und spielt echt gut. Er ist letzte Woche hergezogen, weil seine Freundin hier lebt.«

Anja schaute ihn verwirrt an und Alexander erzählte weiter. »Seine Freundin heißt Mirjam. Die hat er im Urlaub kennengelernt. Sie führten eine Fernbeziehung. Nun hat er hier einen Job bekommen und ist hergezogen.«

Anjas Augen wurden kleiner und zeitgleich ihre Runzeln auf der Stirn größer. Sie verstand irgendwie gar nichts.

»Wie? Da hatte er einen Urlaubsflirt und schon zieht er zu ihr?« Ungläubig schüttelte sie den Kopf.

»Nein, das war nicht ganz so einfach. Das war wohl die große Liebe im Urlaub und passierte vor zwei Jahren. Mirjam hat sich hier eine Wohnung gekauft und dort ist er jetzt mit eingezogen.«

»Die hat sich eine Wohnung gekauft?«, fragte Anja ungläubig. »Wie alt ist die?«

»Die sind beide ungefähr in unserem Alter. Ich glaube, Mirjam ist sogar noch ein bisschen jünger. Sie hatte eine Erbschaft von einem Onkel bekommen und daher kam das Geld für die Wohnung. So sagte es zumindest Timo.« Alexander grinste sie an. Anja grinste zurück. »Ach so, dann ist er wohl nur des Geldes wegen bei ihr, oder wie?« Nun lachte Anja sogar kurz auf.

»Nein, so viel war es wohl nicht. Es ist eine kleine Wohnung und das Erbe war das notwendige Eigenkapital. Sie konnte die Wohnung aber nicht komplett damit bezahlen.«

»Ach so, also ist sie nicht so eine steinreiche Tussi, die sich der Junge geangelt hat?« Anjas Grinsen wurde breiter. »Tja, tut mir leid, dass deine Freundin nicht so viel Geld hat. Aber eigentlich ist das doch die Aufgabe des Mannes, das Geld heranzuschaffen.« Schelmisch lächelte sie ihn an.

»Hey, du weißt, ich bin für absolute Gleichberechtigung.« Er grinste mit erhobenem Zeigefinger zurück. Sogleich lachten beide und küssten sich erneut. Und Anja war tatsächlich froh, dass sie einen Job hatte und finanziell unabhängig war. »Was arbeitet denn dieser Timo?«

Alexander blickte sie etwas verwundert und zugleich stirnrunzelnd an, da Anja das Küssen für diese Frage unterbrochen hatte.

»Irgendwas im Vertrieb. Im Außendienst, so wie ich das verstanden habe. Dafür hat er auch einen Geschäftswagen. Das heißt aber auch: Er wird uns zu den Auswärtsspielen fahren.« Alexander lachte laut auf und Anja lächelte. Sie fand es schön, wenn ihr Freund gut drauf war.

»Du magst Timo, was?«

Alexander überlegte kurz, bevor er antwortete. »Ja, er ist ein feiner Kerl. Lustig, redet viel, aber nicht zu viel und ist sehr unternehmensfreudig. Die ganze Zeit ist er mit seiner Freundin unterwegs.«

Da machen die mehr als wir, dachte sich Anja und in ihrem Kopf bildete sich eine Ideenblase. Die Idee erschien, als wenn abends langsam der Nebel aufzog.

»Dann lade ihn und seine Freundin doch mal zu uns ein. So können wir uns kennenlernen und vielleicht auch mal gemeinsam etwas unternehmen.« Anja klimperte mit den Augenlidern und lächelte ihren Freund dabei an.

Alexander überlegte kurz, und schon zuckten seine Achseln nach oben. »Klar, warum nicht? Das wird bestimmt lustig.«

Sie redeten noch ein paar Minuten, anschließend gingen sie ins Badezimmer und danach ins Bett. Alexander war auch sehr schnell eingeschlafen, wie Anja an seiner Atmung unschwer erkennen konnte. Sie selbst lag noch etwas wach und freute sich darauf, wieder Freunde oder einen Freundeskreis zu bekommen. Das hatten sie in den letzten Jahren tatsächlich etwas schleifen lassen.

Dann schlief auch sie ein. Dabei zeigte sich ein sanftes Lächeln.

Mittwoch, 23.01.2013

Alexander hatte gleich am nächsten Tag Timo angerufen und für den heutigen Tag etwas ausgemacht. Anja verspürte Aufregung: Endlich mal wieder etwas mit anderen unternehmen.

Alexander öffnete die Tür und Timo, gefolgt von Mirjam, traten ein.

Timo war noch etwas größer als Alexander und überragte Anja somit um einen kompletten Kopf. Er war sportlich gebaut und hatte ein gewinnendes Lächeln. Er wirkte natürlich und einfach sympathisch.

Mirjam war noch einen halben Kopf kleiner als Anja und hatte ordentliche Proportionen. Man könnte auch sagen, sie war zu klein für ihr Gewicht. Aber dennoch war sie nicht fett oder unförmig, nur gut gepolstert. Und wie Anja feststellen konnte, unglaublich nett, freundlich und hilfsbereit.

Sie folgte Anja sogleich in die Küche und half ungefragt beim Abendbrot herrichten und raustragen. Während des Abendessens sagte sie nicht allzu viel, meistens redete Timo. Ein echter Vertriebsmann, dachte sich Anja und musste schmunzeln.

Es war ein sehr schöner Abend. Timo war zwar der Mittelpunkt, aber nicht zu bestimmend oder nervig. Mirjam war ruhig, wirkte aber dennoch fröhlich und nicht verstellt. Das gefiel Anja, bis ihr auffiel, dass Alexander sehr intensive Gespräche mit Mirjam führte.

Nun ja, dachte sie sich, ich rede jetzt gerade auch sehr viel mit Timo. Wir lachen und machen Scherze, können uns aber auch ernsten Themen zuwenden. Aber dennoch war etwas da, das Anja störte. War es die Körperhaltung der beiden? Oder wie sie sich anblickten? Oder einfach nur, wie sie miteinander lachten?

Anja warf das Thema Tischtennis in den Raum, sodass sie auch die Aufmerksamkeit von Alexander wieder bei sich hatte. Das funktioniert immer und die Gespräche fanden nun in großer Runde statt.

Um kurz vor 23:00 Uhr verabschiedeten sich die beiden von Anja und Alexander und versprachen sich, bald wieder etwas gemeinsam zu unternehmen.

Später im Bett kuschelte sich Anja an Alexander heran. »Die zwei sind echt nett. Und lustig«, fügte sie noch hinzu.

Alexander nickte. »Ja, das stimmt. Der Abend war schön.«

»Aber nicht, dass du mit Mirjam etwas anfängst, klar?« Anja blickte ihren Freund von der Seite an. Im Halbdunkel konnte sie nur seine Konturen sehen.

»Wozu? Ich habe doch dich. Es sei denn, du würdest mit Timo …« Er kam nicht weiter, denn genau in diesem Moment krallten sich ihre Finger in seine Rippen und er schrie auf. »Hey … was?«

Gespielt wütend stürzte sie sich auf ihn. Kitzelte und küsste ihn. Dann lag sie komplett auf seinem Körper und bewegte sich noch immer hin und her. Er versuchte sich so gut es ging zu wehren. Da spürte Anja seine Erregung und sie rieb sich fester an ihm. Dabei fiel ihr ein, dass es schon sehr lange her war, dass sie oben lag. Sie presste ihren Schoß gegen seinen.

»Oh du«, schimpfte sie erneut und kitzelte ihn. Er versuchte ihre Hände von seinem Körper zu lösen, warf sie herum, drückte sie plötzlich auf ihren Rücken und hielt ihre Hände fest.

»Hey, lass mich los, du!« Trotz des schlechten Lichts konnte sie erkennen, dass er breit grinste. Sein Ständer drückte fester gegen ihren Unterleib und ihr Becken hielt pulsierend dagegen. Hilflos und wie gefesselt lag sie unter ihm und das war irgendwie spannend und erregend.

»Warum denn? So kannst du mir nichts mehr tun.« Er lachte auf.

»Oh doch. Ich kann dir zum Beispiel in die Nase beißen.«

Sie legte ihren Mund auf seine Nasenspitze und biss sanft zu. Er zog reflexartig seinen Kopf zur Seite und ihre Hände nach oben, sodass auch ihr Oberkörper mitgerissen wurde. Anja schrie leise auf.

»Oh, habe ich dir wehgetan?« Seine Stimme war voller Sorge, etwas übertrieben zu haben. Er ließ ihre Handgelenke los. Sofort schnellten sie nach unten und suchten seine Rippen. Fest rammte sie ihre Fingerspitzen dazwischen, sodass er aufschrie. Anja nutzte die Gelegenheit und warf ihn erneut um. Nun lag sie wieder auf ihm.

»Nein, aber ich dir gleich«, rief sie voller Erregung und lachend aus. Dann griffen ihre Hände wieder zu und Alexander schrie erneut auf.

»AUA! Hey, das ist gemein.« Sofort ergriffen seine Hände ihre Handgelenke und zogen sie hinter ihren Rücken und Hintern, der nun stärker hin und her rutschte und sein Glied massierte. Dabei verspürte Anja immer stärker dieses Kribbeln und Ziehen in ihrem Unterleib. Sie wurde immer geiler.

Sie hätte am liebsten gesagt, er solle ihr die Hose runterziehen und seine dazu. Dann sollte er sie bumsen. Die ganze Zeit bumsen. Fest bumsen. Lange bumsen. Mit seinem Stab bumsen.

Aber sie traute sich nicht. Ob Timo wohl da etwas forscher war und das auch ohne Aufforderung machen würde?

Sie verdrängte den Gedanken und versuchte eine andere Taktik. Sanft rieb ihr Unterleib über seinen Penis. »Du wirkst etwas erregt. Gefällt dir das?«

Verlegen stammelte Alexander: »Ich … tja, also, … du spürst es ja.«

»Worauf hat er denn jetzt Lust, hmmm?« Sie schnurrte wie eine Katze.

»Ich … worauf hättest du denn Lust?«, fragte er verlegen und Anja bemerkte, wie ihre Lust etwas nachließ. Dennoch drückte sie ihr Becken fester gegen sein Rohr. »Mmmmh, auf ihn hier.« Unbewusst leckte sie sich über die Lippen. Sie zog ihre Beine etwas an, sodass ihr Becken freier schwingen konnte. Breitbeinig, mit angewinkelten Schenkeln lag sie nun auf ihm. So konnte sie besser über seine Beule reiben und drückte ihre Klitoris fest dagegen.

Alexander atmete schwerer. »Oh, das hört sich gut an.« Seine Hände ließen ihre los und legten sich auf Anjas Hintern und massierten diesen. Das gefiel Anja und ihre Geilheit wurde wieder angefeuert. Ihr Unterleib wurde heiß.

Fester drückte sie sich gegen seinen Schoß und genoss sein hartes Fleisch. Sie drückte ihre Lippen auf seine und genüsslich spielten ihre Zungen miteinander.

Sie schnaufte kurz durch, dann flüsterte sie leise in sein Ohr: »Da ist noch etwas Stoff im Weg, findest du nicht auch?«

»Mmmhhhhmmm …«, meinte er und zog ihre Hose nach unten. Sie streckte ihre Beine aus, um ihn zu unterstützen, dann kniete sie über ihm und warf die Hose von sich.

Sie griff an seine Hose und zog sie nach unten. Sein Stab schwang nach oben und sie freute sich schon darauf. Kurz dachte sie erneut an Timo. Ob sein Penis genauso aussah?

Die Hose war runter und sie legte sich mit nacktem Unterleib erneut auf ihn drauf. Nun konnte sie seinen heißen und feuchten Stab besser spüren und es begann in ihrer Muschi lüstern und leidenschaftlich zu pochen.

Sie griff zwischen ihre Körper und positionierte sein Glied an der richtigen Stelle. Sie rutschte etwas nach oben, küsste ihn, während sein Penis langsam in sie hineinglitt. Gierig nahmen ihre glitschigen Schamlippen den Stab auf und ließen sich gerne auseinanderdrücken. Genüsslich und deutlich hörbar atmete Anja aus.

Dann begann sie mit langsamen Bewegungen. Auf und Ab. Auf und Ab. Alexander antwortete und stieg in die Bewegungen mit ein.

Beide Körper glitten aneinander vor und zurück. Die Atmung wurde lauter und intensiver. Beide Unterleiber wurden heißer und heißer.

Anja stoppte kurz und setzte sich auf, ohne den Kontakt zu ihm zu verlieren. Nun schob sie ihr Becken vor und zurück. Das war viel besser. So konnte Anja die Spitze des Stabes viel besser steuern und intensiver gegen ihre empfindlichsten Stellen in ihrem Unterleib drücken. Eigentlich gab es nur eine Stelle, und die war der Wahnsinn!

Sie bewegte sich schneller und schneller. Ihr Keuchen wurde zu einem Stöhnen. Ihre Hände lagen auf seinem Brustkorb, während seine ihre Hüften festhielten.

Auch er keuchte und atmete hastiger. Sein Unterleib bewegte sich etwas langsamer als der von Anja, aber darauf nahm sie nun keine Rücksicht mehr.

Sie spürte, wie es sich in ihr aufbaute. Sie spürte die Lust, die unaufhaltsam zu explodieren drohte. Sie spürte die Hitze, die sie zu verglühen schien.

Schon war es so weit. Mit einem dumpfen Stöhnen und einem heftigen Ruck empfing sie den Orgasmus. Sie begann zu zittern, während ihr Körper angespannt und gekrümmt auf ihm saß und sie hektisch atmete.

Nochmals folgte ein kurzer Ruck, dann spürte sie, wie auch Alexander kam. Sein Ständer spritzte in ihren Unterleib seinen Saft hinein. Es freute sie und kurz flackerte der Gedanke durch ihren Kopf, dass es in diesem Moment wohl total egal sei, wer unter ihr lag. Es konnte Alexander, aber auch zum Beispiel Timo sein.

Wieder verwarf sie den Gedanken und bewegte sich langsam vor und zurück, um alles aus seinem Stab herauszuziehen. Dabei presste sie ihre Muskulatur zusammen, um seinen Stab zu massieren.

Das hatte sie vor einigen Jahren mal ausprobiert und er meinte, das fühlte sich gut an. Also machte sie es immer wieder mal.